Koch der DFB-Elf im Gespräch

„Morgens zwei Kaffee, mehr nicht“

Von Bernd Steinle
 - 11:31

Anton Schmaus ist Koch der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Der 36 Jahre alte Bayer führt in Regensburg das Sterne-Restaurant „Storstad“. Er begann seine Ausbildung bei Franz Feckl in Ehningen, dann folgten Stationen in Lugano, St. Moritz, Stockholm, New York. Für Fußball interessiert sich der ehemalige Kreisligaspieler schon sehr lange – was für den Traumjob spricht. Einen Lieblingsklub hat er auch: den FC Bayern München. Was er sonst noch mag, erzählt er im Stil-Fragebogen.

Was essen Sie zum Frühstück?

Nichts. Ich trinke nur zwei Tassen Kaffee. Ich bin Nicht-Frühstücker.

Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

Meistens in Stockholm. Meine Frau ist Schwedin, und wenn wir auf Heimatbesuch sind, gehe ich shoppen.

Hebt es Ihre Stimmung, wenn Sie einkaufen?

Nicht wirklich. Ich bin nicht so der Super-Shopper.

Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

Ich habe ein Sakko, das ich über alles liebe und schon Ewigkeiten habe. Und das auch nicht verschwinden wird. Ich ziehe es zwar maximal einmal im Jahr an, aber das wird nicht aussortiert.

Was war Ihre größte Modesünde?

Oh, da gibt's einige. Ich habe ein Jahr in der italienischen Schweiz gearbeitet, und da war es gerade angesagt, Jeans zu tragen, die wie mit Malerfarben angemalt sind. Ich hatte eine, die blau und rot angemalt war, mit Löchern drin. Mit der bin ich dann auch auf meiner nächsten Station, in Stockholm, rumgelaufen, und alle Leute dort haben mich schräg angeschaut. Die wurde direkt in Stockholm entsorgt.

Tragen Sie zu Hause Jogginghosen?

Zu Hause ja. Ich steh' dazu.

Haben Sie Stil-Vorbilder?

Ich finde den Stil von George Clooney gut.

Haben Sie jemals ein Kleidungs- oder Möbelstück selbst gemacht?

Nein, Gott sei Dank nicht. Für alle Beteiligten.

Besitzen Sie ein komplettes Service?

Ja, von meiner Oma.

Mit welchem selbst zubereiteten Essen konnten Sie schon Freunde beeindrucken?

Als ich noch nicht Koch war, kurz vor dem Abitur, habe ich mal meine besten Kumpels eingeladen und Rehrücken gekocht, mit Portweinsauce. Mit so viel Portwein, dass meine Freunde gesagt haben: Das kann man nicht essen, wir sind ja schon von der Sauce betrunken. Das muss sehr nachhaltig gewirkt haben, denn diese Freunde sagen heute noch: Was wir von dir damals bekommen haben, war echt furchtbar.

Welche Zeitungen und Magazine lesen Sie?

Ich habe die F.A.Z. und die „Süddeutsche Zeitung“ abonniert. Und ich lese regelmäßig den „Kicker“.

Welche Websites und Blogs lesen Sie?

Spiegel online, Sport1.de und Gourmet-Blogs.

Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

Das ist gar nicht lange her. Ich schreibe meiner Frau öfter Briefe, wenn ich länger unterwegs bin.

Welches Buch hat Sie am meisten beeindruckt?

Die Biografie von Steve Jobs.

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Ihre Lieblingsvornamen?

Anna, so heißt meine Frau.

Ihr Lieblingsfilm?

Da gibt's mehrere. Ich liebe „Star Wars“, auch „Die Reifeprüfung“ mit Dustin Hoffman finde ich gut.

Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

Ich habe zwar ein Auto, aber ich brauche es nicht unbedingt.

Tragen Sie eine Uhr?

Nein. Noch nie.

Tragen Sie Schmuck?

Nein.

Haben Sie einen Lieblingsduft?

Frühlingskräuter wie Bärlauch, Waldmeister, Holunder. Diesen kulinarischen Frühlingsgeruch mag ich sehr gerne.

Was ist Ihr größtes Talent?

Kreativität und Improvisationsfähigkeit.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Ungeduld. Ganz sicher.

Womit kann man Ihnen eine Freude machen?

Mit gutem Essen und gutem Wein. Ich liebe Abende mit Freunden oder Familie, bei denen man gut isst und eine gute Flasche Wein trinkt.

Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

Fußball. Schon immer. Damit erwischt man die meisten Menschen.

Sind Sie abergläubisch?

Nein.

Wo haben Sie Ihren schönsten Urlaub verbracht?

In Südafrika. Das ist für mich das schönste Urlaubsland.

Wo verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub?

In Schweden.

Was trinken Sie zum Abendessen?

Wasser. In Ausnahmefällen auch ein Glas Wein.

Quelle: F.A.Z. Magazin
Bernd Steinle
Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.
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