Küchenparty mit Stargast

Der Altmeister und die jungen Köche

Von Jacqueline Vogt
 - 16:41

Austernschalen knacken, Gläser klirren, hohe Bäume rauschen im leichten Wind eines ausklingenden, sehr warmen Tages: Auftakt zur MS-Europa-Party am Freitagabend auf der Terrasse des Favorite Parkhotels in Mainz. Beginn einer Veranstaltung, an deren Ende mehrere hundert Gäste viel Gutes gegessen und getrunken haben werden. Und Besitzer und Mitarbeiter des Hotels werden gezeigt haben, dass für die Kundenbindung nicht nur die tägliche Arbeit wichtig ist.

Christian Barth, Inhaber des Vier-Sterne-Hotels, ist ein umtriebiger Mann. Ihm gehört auch das Hofgut Laubenheimer Höhe in den rheinhessischen Weinbergen, eine Anlage mit Reitstall, Veranstaltungsräumen und Restaurant. Im Winter lässt Barth dort eine Alpenwelt mit Eisbahn und Hütten aufbauen. In seinem Hotel direkt am Mainzer Stadtpark veranstaltet er seit Jahren in Zusammenarbeit mit der Reederei der MS Europa eine sommerliche Küchenparty mit Gastköchen und Winzern.

Organisator und Zeremonienmeister ist dabei Philipp Stein. Anfang 2014 kam er, mit gerade 23, als Küchenchef in das Gourmet-Restaurant im Favorite, noch im selben Jahr wurde er Deutschlands jüngster Ein-Sterne-Koch. Zu seinen Lehrmeistern zählte Dieter Müller, einst ungekrönter König unter den deutschen Drei-Sterne-Köchen, der seit 2010 auf der MS Europa kocht. Stein war auf dem Schiff einmal sein Souschef.

F.A.Z.-Newsletter Familie
F.A.Z.-Newsletter „Hauptwache“

So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

In Mainz servierte Müller, der gelöst und glücklich wirkte, viel mit Gästen plauderte, gebackene Rotkopfgarnelen mit Mango-Papaya-Confit und Wasabi-Soja-Pflaumensauce. Florian Volke, 2014 Koch des Jahres, lange im Opus V in Mannheim und heute Inhaber eines Landgasthofs, kombinierte Forelle und grünen Apfel, Stefan Fäth aus dem Seven Seas in Süllberg Taschenkrebs mit Topinambur, Rhabarber und Algen und Philipp Stein eine geschmorte kurze Rippe vom Rind mit Barbecue-Jus und Fregola sarda. Die Gäste, die den Abend zum Komplettpreis mit Self-Service à discrétion gebucht hatten, kombinierten gute Laune mit Durchhaltevermögen, in der Champagnerbar, die vor Mitternacht öffnete, besonders lange.

Quelle: F.A.Z.
Jacqueline Vogt
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenMainzDieter Müller