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Lebensmittel als Durstlöscher

Dieses Wasser kann man essen

Von Peter-Philipp Schmitt
 - 11:18
Einsame Spitze: Die Salatgurke hat einen Wassergehalt von 97 Prozent. Bild: Getty, Frankfurter Allgemeine Magazin

Hitze verträgt der Mensch nicht gut. Temperaturen um die 35 Grad und mehr, wie sie in Deutschland in diesem Jahr schon mehrmals herrschten, belasten unseren Organismus und schädigen ihn sogar. Er funktioniert am besten, wenn die Körpertemperatur gleichbleibend bei 37 Grad liegt.

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Außentemperaturen von mehr als 38 Grad, bei denen unser Körper nicht mehr gegensteuern kann (zum Beispiel, indem er schwitzt), können sogar tödlich sein: Im Sommer 2003 kamen mindestens 70.000 Menschen durch eine Hitzewelle in Europa ums Leben. Darum gibt der Deutsche Wetterdienst schon bei einer gefühlten Temperatur von 32 Grad eine Hitzewarnung heraus. Wasser ist dann lebensnotwendig. Wer zu viel schwitzt und damit dehydriert, bekommt Kreislaufprobleme. Der schwächer werdende Blutdruck führt zu Durchblutungsstörungen des Gehirns, was einen Kollaps zur Folge haben kann.

Mindestens zwei bis drei Liter Flüssigkeit sollte daher jeder von uns täglich zu sich nehmen. Denn der Körper besteht zu einem großen Teil aus Wasser – bei einem Säugling sind es um die 80 Prozent, bei alten Menschen höchstens noch 50, im Durchschnitt 70. Fehlen nur zwei Prozent Wasser im Körper, lassen unsere psychischen und physischen Fähigkeiten schon merklich nach.

Einen Teil seines Wasserreservoirs kann der Mensch auch mit fester Nahrung auffüllen. Selbst Geflügel, Wurst und Käse bestehen noch zu 50 bis 75 Prozent aus Wasser. Einige Lebensmittel aber erreichen Werte von weit mehr als 90 Prozent und sind zudem besonders gesund.

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Hier die zehn wasserreichsten Lebensmittel:

1. Salatgurke: Sie ist einsame Spitze – mit einem Wassergehalt von 97 Prozent. Daneben enthält sie noch geringe Mengen an Kohlenhydraten sowie Eiweiße und Fette, dazu – besonders in der Schale – Vitamin B, C und E sowie Calcium, Zink, Eisen, Magnesium, Kalium und Phosphor. Gurken sind kalorienarm und helfen sogar äußerlich bei Sonnenbrand: Das Gemüse spendet der geröteten Haut Feuchtigkeit und kühlt gleichzeitig, wenn man die Gurke scheibchenweise auf die verbrannte Stelle legt.

2. Wassermelone: Schon die alten Ägypter ließen sich das Obst an heißen Tagen schmecken. Ihren Namen hat sie, weil sie fast nur aus Wasser zu bestehen scheint, dabei kommt sie „nur“ auf 96 Prozent. Zudem punktet sie mit viel Vitamin A und C, Eisen und auch ein wenig Natrium. Selbst die Kerne sind gesund: Sie enthalten Vitamine, ungesättigte Fettsäuren, Mineralstoffe, Fett und Eiweiß.

3. Salat: Kopfsalat, Chinakohl, Eisbergsalat – sie haben einen Flüssigkeitsanteil von 95 Prozent. Salat ist – ohne Saucen! – kalorienarm, enthält allerlei Vitamine (vor allem der Gruppe C), Eisen und Folsäure, was Alterserkrankungen wie Arteriosklerose vorbeugt.

4. Tomate: Sie hat viel Lycopin, das vor Krebs schützt, und ebenfalls knapp 95 Prozent Flüssigkeit.

5. Molke: Also kein Obst oder Gemüse, sondern die Flüssigkeit, die bei der Käseherstellung übrigbleibt. Wie Molke, so enthält auch Buttermilch, Nebenprodukt bei der Butterherstellung, 94 Prozent Flüssigkeit.

6. Radieschen: Von ihnen weiß man bis heute nicht, woher sie stammen. Sie enthalten Vitamin C, Selen, Folsäure, Phosphor und Eisen. Wassergehalt: 94 Prozent.

7. Rhabarber: Viel Vitamin C, 93 Prozent Wassergehalt.

8. Spargel: Viele Ballaststoffe, 93 Prozent Flüssigkeit.

9. Zucchini: Kalium, Magnesium, Eisen, 93 Prozent Flüssigkeit.

10. Feldsalat: Sehr viel Vitamin C, 93 Prozent Wassergehalt.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Magazin
Peter-Philipp Schmitt
Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.
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