FAZ plus ArtikelLokaltermin

Mit Ceviche und Lasagne

Von Jacqueline Vogt
 - 08:13

Manchmal machen Restaurants auf, bei denen es scheint, als seien sie erwartet worden: Vom ersten Tag an sind sie gut besucht. Im Falle des „Nosh“ an der Schweizer Straße in Frankfurt-Sachsenhausen mag dazu die exponierte Lage in einem mächtigen Eckhaus beigetragen haben und auch, dass die wochenlangen Umbau- und Renovierungsarbeiten in der ehemaligen „Trattoria Amici“ von allen Seiten gut zu sehen waren und etliche das sahen. Das Viertel ist belebt, viele Wohnhäuser, es gibt noch Einzelhandel, auf der Straße ist Leben. Und jetzt ein Lokal, das – wenn es darin so weitergeht, wie es angefangen hat – ein Gewinn wäre.

„Coming home“ steht an der Fassade des „Nosh“, tatsächlich ist es drinnen ein bisschen heimelig, ein bisschen schick. Es ist laut und quirlig und unangestrengt, nicht in einem szenehaft-studentischen Sinne, sondern in dem des lässigen Bürgertums, das in dieser Ecke Sachsenhausens dominiert. Wer die „Trattoria Amici“ kannte, kann die Veränderungen, die von den neuen Betreibern vorgenommen wurden, ermessen. Die anderen sehen nur einen großen Raum auf zwei Ebenen, mit Tischen für zwei und für mehr Personen und mit zwei langen Gemeinschaftstischen, von denen aus die Gäste Blick in die offene Küche haben. Wie die Kellner Schürzen, tragen die Köche Jacken mit Camouflage-Muster. Im Service sieht das modisch aus, in der Küche ein bisschen nach Bundeswehr. Aber egal, was dort zubereitet wird, ist fast durch die Bank weg das Probieren wert.

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Quelle: F.A.Z.
Jacqueline Vogt
Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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