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„Radical Honesty“-Workshop

Mein Psycho-Wochenende

Von Katrin Hummel
 - 11:20
Wir sollten öfter über unsere Gefühle reden. Unsere Autorin hatte ein extrem aufschlussreiches Wochenende. Bild: Jan-Hendrik Holst, F.A.S.

Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, nehme ich manchmal Mitfahrer mit, die ich über eine Mitfahrzentrale finde. Neulich hatte ich einen Mitfahrer, der 24 und damit genau halb so alt war wie ich. Irgendwann, mitten auf der Autobahn, sagte er plötzlich total unvermittelt zu mir: „Irgendwie finde ich dich total sexy.“ Ich war so perplex, dass ich fast gegen die Leitplanke gefahren wäre.

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Um meine Verlegenheit zu überspielen, fragte ich ihn, warum er sich traue, so ehrlich über seine Gefühle zu sprechen. Er erzählte, er habe vor kurzem einen „Radical Honesty“-Workshop besucht. Zu Hause googelte ich das. Ich fand einige Veranstaltungen in Deutschland, die meisten zwei- oder dreitägig, aber auch eine neuntägige, in deren Verlauf, so stand es im Programm, sich die Teilnehmer nackt ausziehen und darüber reden, wie ihnen ihr Körper gefällt. Worum es inhaltlich bei diesen Trainings gehen sollte, verstand ich nicht. Es hörte sich alles total psycho an. Aber ich war neugierig geworden und meldete mich zu einem zweitägigen Workshop an – ohne Ausziehen.

Distanz mit dem Wörtchen „man“ aufgebaut

Als ich an einem Freitagabend die Berliner Seminarräume betrete, in denen der Kurs stattfinden soll, haben sich dort bereits mehr als 50 Menschen eingefunden, die meisten von ihnen sind zwischen zwanzig und dreißig. Alle haben die Schuhe am Eingang ausgezogen und sitzen auf kleinen, runden Sitzkissen auf dem lachsfarbenen Teppichboden herum. Vor ihnen sitzt ein Mann mit vollem grauen Haar und spielt Gitarre: Taber Shadburne, ein 54 Jahre alter Psychotherapeut und ausgebildeter „Radical Honesty Coach“ aus Kalifornien, der um die Welt reist, um Workshops zu leiten.

Taber sagt, dass wir jetzt erst mal ein Lied singen. Neben mir hocken eine junge Frau, die sich an einer Schläfe die Haare zu Stoppeln rasiert hat und inbrünstig mitsingt, und ein junger Mann, der seine wuscheligen langen Haare zu einem Dutt ganz oben auf dem Kopf zusammengetüdelt hat. Als wir fertig sind mit Singen, erklärt Taber zuerst mal, was Radical Honesty überhaupt ist: ein Weg, wie wir auf einer einfachen Ebene unsere Empfindungen wahrnehmen können. Wenn wir diese dann unserem Gegenüber ehrlich mitteilten, entstehe Nähe. „Aber das ist vertrackt“, sagt Taber. „Die Leute denken immer, dass sie Nähe gut finden, aber gleichzeitig vermeiden sie sie unbewusst, weil Nähe meist intensiver ist, als wir wollen. Wir sagen zum Beispiel: ‚Weißt du, wie das ist, wenn man so viel arbeitet, dass einem alles zum Hals raushängt?‘, statt in der Ich-Form über uns zu reden. Das ‚man‘ und ‚du‘ ist distanzierter und nicht so intensiv. So verstecken wir uns voreinander.“

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Denken was man sagt, heißt nicht gleich ehrlich sein

Er möchte, dass wir jetzt ein Spiel spielen; es heißt: „Manchmal tue ich so, als ob ...“ Zum Beispiel, erklärt Taber, tun viele Leute manchmal so, als ob sie sich für das interessieren, was ihr Gegenüber sagt, obwohl sie gerade im Geiste ihre Einkaufsliste zusammenstellen. Der Reihe nach sollen wir jetzt sagen, was wir so alles vorgeben. Ein Mann sagt: „Manchmal tue ich so, als ob ich von irgendwas keine Ahnung hätte, aber in Wirklichkeit möchte ich mir so einen Vorteil verschaffen.“ Er erntet wohlwollendes Gelächter. Eine Frau sagt: „Manchmal tue ich so, als würde ich mein Gegenüber akzeptieren, aber in Wirklichkeit fühle ich mich überlegen.“

Als alle dran waren, fragt Taber: „Ist es nicht lächerlich, dass wir alle uns die ganze Zeit gegenseitig was vormachen? Und was ist jetzt hier im Raum passiert, nachdem einige von uns etwas richtig Riskantes gesagt haben?“ Wir stellen fest, dass wir uns einander näher fühlen. Taber ist zufrieden, er konstatiert: „Das ist doch komisch. Wir geben viele Dinge vor, damit wir uns einander näher fühlen, und dabei entsteht viel mehr Nähe, wenn wir diese Dinge nicht tun und ehrlich zueinander sind. Warum hören wir dann also nicht damit auf?“

Eine Frau wendet ein: „Meine Mutter ist die ganze Zeit total ehrlich, sie sagt mir andauernd, was sie denkt. Das ist schrecklich für mich. Ich wünschte, sie wäre weniger ehrlich!“ Taber entgegnet: „Sagen, was man denkt, ist nicht unbedingt ehrlich. Nicht, wenn man ein Richter ist. Wenn man zum Beispiel sagt: ‚Oh, du hast aber zugenommen. Das sieht doof aus‘, dann glaubt man nur an seine eigenen Interpretationen. Das ist nicht das, was die meisten unter Radical Honesty verstehen.“

„Horcht in euch hinein“

Dann erklärt er uns, dass wir einander etwas vormachen, weil wir unbewusst Angst davor haben, zu viel von dem zu empfinden, was wir nicht empfinden wollen. Das sei bei jedem etwas anderes, je nachdem, was für Erfahrungen jemand gemacht habe im Laufe seines Lebens. Die meisten Menschen würden von unbewussten Gefühls-Vermeidungs-Strategien gesteuert. „Wenn wir uns unseren unangenehmen Gefühlen aber nicht stellen, versinken wir immer mehr in der Welt unserer Interpretationen und entfernen uns immer weiter von uns selbst. Das ist zu 99 Prozent Ursache aller unproduktiven Konflikte“, erklärt Taber.

„Dann reden wir nämlich darüber, wessen Interpretation der Realität die richtige ist. Wenn wir zum Beispiel unserem Partner vorwerfen, was er alles falsch macht, so dass ich mich schlecht fühle, stelle ich mich nicht meinen eigenen Gefühlen, sondern verharre in meiner Interpretation von richtig und falsch. Das führt nirgendwohin, wir schlagen so nur die Köpfe aneinander.“ Wenn wir hingegen benennen würden, was in unserem Körper vor sich geht, kämen wir unseren Gefühlen auf die Spur und könnten diese dem anderen mitteilen. So könnten wir Konflikte besser lösen.

Als Nächstes sollen wir lernen, unsere unbewussten Gefühle wahrzunehmen. Dazu sollen wir im Raum umhergehen und uns auf Tabers Kommando dem Menschen zuwenden, der gerade vor uns steht. Bei mir ist das eine hübsche junge Frau, einen Kopf kleiner als ich, sie ist mir auf Anhieb sympathisch. „Schließt die Augen und horcht in euch hinein“, fordert Taber uns auf. „Dann öffnet die Augen wieder und konzentriert euch weiter auf euer Inneres. Seht euren Partner an und beobachtet, wie die Gefühle in eurem Körper sich verändern.“

Jeder umarmt jeden

Bei mir verändert sich sofort ganz viel. Als Erstes fange ich an zu schwitzen, dann möchte ich die Frau unbedingt anlächeln. Uns trennen vielleicht 30 Zentimeter, und dass wir uns die ganze Zeit anstarren, ohne etwas sagen zu dürfen, macht es nicht besser. „Falls ihr keine Veränderung spürt, nähert euch eurem Partner noch mehr“, fordert uns Taber auf. Die Frau bewegt sich leicht auf mich zu, nun trennen uns noch etwa zwanzig Zentimeter. „Und nun“, sagt Taber, „beschreibt eurem Partner, was ihr fühlt.“

Ich sage der Frau also, was mit mir los ist. Dann ist sie an der Reihe. Sie sagt: „Ich mag deine Augen und deine Stimme. Und ich möchte noch näher kommen.“ Tatsächlich beugt sie sich noch ein wenig vor. Ich weiche zurück und schweige, denn das ist ja das, was ich tun soll. Meine Brust wird jetzt sehr eng. Die Frau lächelt. Taber erklärt die Übung für beendet und fragt, wie wir uns fühlen. Ich fühle mich in erster Linie erleichtert, dass ich wieder Abstand zwischen mir und der Frau herstellen kann. Wir sind uns aber alle einig, dass auch eine größere Nähe zu unserem Gegenüber entstanden ist, weil wir einander gesagt haben, wie wir uns fühlen.

Am Ende dieses ersten Abends bilden wir alle einen großen Kreis und legen die Arme umeinander. Danach sollen wir rumlaufen und uns gegenseitig umarmen. Die Leute umarmen mich alle so fest und lange wie ich meine Mutter, wenn sie Geburtstag hat. Ich finde das ein bisschen lächerlich, schließe aber aus der dann doch wiederum recht homogenen Umarmungspraxis, dass sie in diesen Psycho-Kreisen wohl üblich ist. Als ich jedoch meinen Nebenmann umarmen möchte, sagt der zu meiner großen Überraschung: „Noch nicht. Das ist mir zu früh.“ Nachdem ich den ganzen Abend so viel in mich hineingefühlt habe, konstatiere ich innerlich ein leichtes Unwohlsein.

Für wen halten Sie ihren gegenüber?

Am nächsten Morgen sind wir nur noch 17 Leute. Denn der Freitagabend-Workshop war kostenlos, ab nun kostet er Geld, 290 Euro für zwei Tage, inklusive Mittagessen. Wir sind etwa gleich viele Männer und Frauen, unser Alter liegt zwischen Mitte zwanzig und 50, die Hälfte von uns sieht total öko aus, die andere wirkt unauffällig und angepasst.

Als Erstes stellen wir uns einander vor. Unter uns ist eine Yoga-Lehrerin, eine junge Tätowiererin mit Dreadlocks, die rasierte Frau vom Vorabend ist auch wieder da und entpuppt sich als Betreiberin eines veganen Cateringservices. Auch der junge Mann mit dem Wuscheldutt ist wieder da, außerdem noch zwei weitere junge Männer, ebenfalls mit Wuscheldutt. Unter den übrigen Männern sind ein Webdesigner, ein Bundeswehrveteran, ein Pferdeflüsterer und mehrere ITler, unter den Frauen ist eine Kindergärtnerin, eine Psychiaterin, eine junge Frau, die sich als Tabers Assistentin vorstellt, und eine Tantramasseurin, die erklärt, dass sie in Hotels reiche Geschäftsmänner massiert. Auch der Mann, der mich am Vorabend nicht in den Arm nehmen wollte, ist da, er macht ebenfalls irgendwas mit IT.

Taber fordert uns, aufbauend auf der Übung vom Vorabend, auf, im Raum umherzulaufen und uns auf Kommando abermals irgendeinem Partner zuzuwenden. Ich lande gegenüber von der Rasierten, die klein und etwas korpulent ist. Sie ist mir nicht sonderlich sympathisch, aber noch während ich das denke, merke ich, dass das eine in Tabers Augen unzulässige Interpretation ist. Doch falsch: Taber möchte, dass wir uns jetzt gegenseitig sagen, was wir am anderen wahrnehmen und wie wir das interpretieren.

Die Rasierte, die ungefähr halb so alt ist wie ich, sagt, dass ihr aufgefallen ist, dass ich die ganze Zeit über in auffällig aufrechter Körperhaltung auf meinem Stuhl gesessen hätte, und sie daraus schließt, dass ich ein braves Mädchen sei. Ich muss aus Verlegenheit lachen und sage, dass ich sie für ein wildes Mädchen halte, weil sie eine rasierte Schläfe hat. Als die Übung zu Ende ist, sollen wir einander sagen, wie das für uns war. Die Rasierte sagt, dass sie Angst habe, dass ich ihr übelnehme, dass sie mich für ein braves Mädchen hält. Ich beruhige sie und erkläre ihr, dass ich das nicht als Beleidigung auffasse.

Der Mann ist ärgerlich

Plötzlich sagt der Mann, der mich am Vortag nicht in den Arm nehmen wollte, sehr laut: „Ich spüre Ungeduld und Ärger, es geht hier so langsam voran, hier passiert nichts im Raum.“ Taber bleibt ruhig, er fragt, wie der Mann sich innerlich fühlt, und fordert ihn dann auf, die Hitze und Spannung, die er in sich spürt, anzunehmen. Der Mann will das aber nicht. Er will, dass Taber sich ändert. Tabers Stimme ist meditativ. Er sagt: „Dreh dich zu mir und sag: ‚Ich bin wütend auf dich, weil du so viel sprichst.‘“ Der Mann gehorcht und räumt dann ein, dass er Freude spürt. Taber fordert ihn auf, den Satz zu wiederholen, aber der Mann will jetzt nicht mehr. Er weint fast und sagt, er freue sich, dass Taber ihm seine Aufmerksamkeit geschenkt habe.

Ich finde die Reaktionen des Mannes ziemlich befremdlich, und auch die anderen in der Gruppe machen ratlose bis leere Gesichter. Viele haben sich, während Taber sich mit dem Mann auseinandergesetzt hat, von ihren Sitzkissen gleiten lassen. Sie liegen auf dem Boden, bäuchlings, rittlings, einige machen Yoga-Übungen. Nur einer der ITler und ich sitzen noch auf Stühlen. Die Tantramasseurin liegt auf dem Rücken wie ein Baby, das gewickelt werden will, mit froschartig angewinkelten Beinen. Man kann gar nicht anders, als direkt unter ihren Rock zu gucken; sie trägt einen schwarzen Stringtanga. Ich bemühe mich, mich in Gedanken nicht zur Richterin aufzuspielen.

Taber wendet sich nun von dem Mann ab und der Gruppe wieder zu, er erklärt: „Der eigene Ärger ist das Problem, dafür muss man die Verantwortung übernehmen, zum Beispiel, wenn der Partner die eigenen Erwartungen nicht erfüllt. Man sollte sagen, was man will, wenn einen der andere nervt. Dazu muss man seine Bedürfnisse wahrnehmen und formulieren.“ Manchmal denke man aber, dass die eigenen Bedürfnisse peinlich seien, dann schäme man sich dafür und traue sich nicht, sie auszusprechen. Deswegen machen wir jetzt eine weitere Übung. Wir sollen vor der Gruppe etwas sagen, was wir normalerweise nicht erzählen. Was uns peinlich ist, und zwar so sehr, dass wir eine körperliche Veränderung spüren bei der Vorstellung, es auszusprechen. Taber sagt: „Das ist die beste Möglichkeit, die Scham zu überwinden. Je öfter man es erzählt, desto befreiter fühlt man sich.“

„Und wenn wir Sex hätten?“

Ich fühle mich ziemlich unwohl angesichts dieser Idee. Aber noch während ich in mich hineinhorche und überlege, was ich der Gruppe gestehen könnte, sagt einer der jungen Männer mit Wuscheldutt: „Ich weiß was: Ich schäme mich dafür, dass ich, wenn ich eine Frau sehe, immer als Erstes überlege, ob ich mit ihr Sex haben will. Auch hier im Raum habe ich das gemacht.“ „Gibt es hier eine?“, fragt Taber. „Ja“, sagt der Mann. Er zittert. „Sag es ihr“, fordert Taber ihn auf. Der Mann guckt die Tätowiererin mit den Rastalocken an und sagt: „Ich würde gerne Sex mit dir haben.“ Sie lacht und freut sich, woraufhin er sich entspannt. Taber fordert ihn auf, die Frau zu fragen, ob sie dazu auch Lust hätte. Wir anderen lachen, es ist ein nettes Lachen. Die Tätowiererin sagt, dass sie schwitzt. Dann gibt sie zu: „Ja, ich habe darüber auch schon nachgedacht. Als wir uns vorhin in den Arm genommen haben, hat mir das gefallen. Deswegen habe ich dich auch so schnell wieder losgelassen.“ Beide grinsen und sind erleichtert. Der Mann sagt: „Ich bin froh, dass ich das überlebt habe.“

Die Tätowiererin will jetzt auch was gestehen. Sie bekennt, dass sie aufgehört hat, sich zu rasieren, überall. Weil sie sich dem Weiblichkeitsdiktat nicht weiter unterwerfen will. Taber fordert sie auf, ihre Beine zu zeigen und einen Mann aus der Gruppe, der ihr gefällt, zu fragen, ob er sie deswegen verurteilt. Also wendet sie sich an den Webdesigner. Der sagt ihr: „Normalerweise mag ich das nicht. Aber da ich nicht mit dir schlafe, ist das kein Problem für mich.“

„Und wenn wir Sex hätten?“, fragt die Tätowiererin. „Dann wäre das ein Thema“, antwortet der Webdesigner. Taber fragt die Tätowiererin: „Es ist nicht so schlimm, wie du dachtest, oder?“ Sie stimmt zu und will jetzt ihre Achseln auch noch zeigen: „Die hat noch niemand gesehen.“ Mit einem Kichern zieht sie ihren T-Shirt-Ärmel hoch.

Taber sagt: „Es liegt eine potentielle Kraft darin, wenn man sich dem aussetzt, was man nicht will.“

Traurig und weich

Der Mann, der mich nicht umarmen wollte, schreit auf einmal los: „Das ist Bullshit hier!“ Die Psychiaterin ruft: „Hör auf damit, sonst geh’ ich raus. Du machst mir Angst! Das ist zu viel Hass!“ Sie fängt an zu weinen. Taber bittet sie, im Raum zu bleiben. Und sagt zu dem Mann: „Dass dein Ärger dir in dieser Situation so zu schaffen macht, liegt daran, dass in dir drin so viel eigener Ärger ist, den du nicht fassen kannst. Die Befreiung für dich ist nicht, deinem Ärger auszuweichen, sondern dich mit ihm auseinanderzusetzen.“ Der Mann antwortet: „Fick dich!“ Taber spricht jetzt deutlich lauter und fixiert den Mann: „Fick dich selbst. Du willst alles kontrollieren, du denkst, du seist der Mittelpunkt des Universums. Sag: ‚Ich kann nicht fassen, wie sehr ich mir Aufmerksamkeit wünsche.‘“ Der Mann spricht ihm nach, und als Taber ihn fragt, wie er sich fühlt, gesteht er: „Traurig und weich.“

Es entsteht eine kurze Stille, in der wir anderen einander leicht ratlos anblicken. Dann bedankt sich der Veteran bei dem Wütenden, dass er so ausgeflippt ist. Und die Tantramasseurin beklagt sich unvermittelt, dass die Gruppe keinen symmetrischen Sitzkreis bilde. Kurze Zeit denke ich, dass ich in einem Irrenhaus gelandet bin. Taber sagt: „Jeder nimmt hier was anderes wahr, je nachdem, was für Gepäck er mit sich herumschleppt.“ Dann machen wir weiter mit der Scham-Runde. Die Rasierte schämt sich dafür, dass sie für den Abend vier Leute zu einer „Kuschelparty“ in ihre Wohnung einladen möchte, bei der „alles möglich“ ist. Taber sagt, sie soll die Einladungen ruhig aussprechen. Der Mann, der mit der Tätowiererin Sex haben will, sagt zu. Tabers Assistentin auch, weil sie für die Dauer des Workshops sowieso bei der Rasierten übernachtet. Die Tätowiererin und der Webdesigner schlagen die Einladung aus.

Sich die dunkelsten Abgründe gestehen und darüber lachen

Ein Mann gesteht nun, vor Scham stammelnd, dass er sich gern „Finger und Dinge“ in seinen Hintern steckt. Taber sagt ihm, er solle sich die Person im Raum suchen, vor der es ihm am schwersten fallen würde, das zu wiederholen. Und dann fragen, ob die Person ihn dafür verurteilt. Der Mann windet sich, wählt aber dann den Webdesigner, blickt ihn an, wiederholt sein Geständnis und fragt: „Was denkst du?“ Der Webdesigner antwortet: „Ich finde es lustig, wie du das sagst. Aber ansonsten: Ich mach’ das auch.“

Alle explodieren vor Lachen. Fassungslos starrt der Mann den Webdesigner an, dann stammelt er, sichtlich überwältigt: „Du bist mein Held.“ Taber fragt, wie viele aus der Gruppe sich schon mal was in den Hintern geschoben haben. Gefühlt 80 Prozent der Männer heben die Hand. Einer sagt: „Ich hab mal eine Zahnbürste genommen.“ „Wie herum?“, fragt die Rasierte. „Beide Seiten.“ Alle lachen.

Die Runde ist aber noch nicht zu Ende. Ein Mann gesteht, er masturbiere zu Pornos. Der Veteran hat seine Kinder verlassen, als sie noch ganz klein waren, und sie seit zehn Jahren nicht gesehen. Die Tantramasseurin hat ihren Vater nicht gesehen, seit sie 9 ist; er sei „wahrscheinlich“ im Gefängnis. Der Mann, der scharf auf die Tätowiererin ist, erzählt, dass er mit 14 ein neunjähriges Mädchen sexuell belästigt hat. Und dass er jetzt mit einer Frau zusammen ist, die schon mal missbraucht wurde. Außerdem habe er mal Sex mit Tabers Assistentin gehabt, die zurzeit aber mit einem anderen Mann aus der Runde schlafe. Eine Frau erzählt, dass sie von ihrem Stiefvater missbraucht wurde.

Der Zusammenbruch der Volkswirtschaft

Als wir alle was gestanden haben, sagt Taber: „Die Mechanismen der Scham funktionieren so: Wir denken, wir sollten nicht so sein, wie wir sind. Und dass es nur unser schwacher Wille ist, der uns daran hindert, uns zu kontrollieren. Aber: Wir können gar nicht anders, als uns so anzunehmen, wie wir sind, wenn wir zufrieden sein wollen. Wir stehen nämlich auf Autopilot und machen vieles unbewusst, um so wenig Schmerz und so viel Spaß wie möglich zu haben. Selbst wenn wir uns Schmerz zufügen, um Spaß zu haben. Manche Leute machen zerstörerische Dinge, um sich gut zu fühlen.“

Dann erklärt er, dass wir Menschen Angst haben, das zu tun, was wir wollen und nicht sollen. „Wir denken dann, dass wir obdachlos oder Verbrecher werden. Wir trauen uns selbst nicht über den Weg, dass wir das für uns Richtige tun werden. Wir glauben, dass wir uns immer kontrollieren müssen. Aber eigentlich braucht man Regeln nur in der Kindheit und Jugend. Als Erwachsener, der seine Impulse kontrollieren kann, nicht mehr.“

Ich denke spontan, dass unsere Volkswirtschaft zusammenbrechen würde, wenn wir alle nur noch tun würden, was wir wollen. Aber Taber insistiert: Die vielen „Du sollst“ raubten uns viel Kreativität. Wenn wir akzeptierten, was sei, könnten wir uns selbst besser entwickeln. In Partnerkonflikten sollten wir zum Beispiel sagen: „Ich will dies, du das. Was können wir tun, um eine Lösung zu finden?“ Wenn ein Paar das nicht könne, werde es nicht lange zusammenbleiben. Man solle nicht den Wunsch haben, den anderen zu ändern. Für das eigene Glück sei man zu 100 Prozent selbst verantwortlich.

Zwei Probleme, eine Lösung

„Was ist mit Pflichten in der Familie?“, fragt jemand. Taber sagt, da könne man nicht zu 100 Prozent egoistisch sein. Aber man müsse diese Pflichten wollen, „so, wie ich meinen Job machen will“. Wenn man seine Familie liebe, mache man das gern. Er sagt: „Oft, wenn Leute lange Zeit gemacht haben, was andere wollten, brechen sie aus.“

Aber um zu bekommen, was wir wollen, müssten wir erst mal spüren, was wir wollen. Das sei gar nicht so leicht, denn als Kinder hätten viele von uns gelernt, manches nicht wollen zu sollen. „Deswegen geben wir heute nicht zu, dass wir was vom anderen wollen“, sagt Taber. Aber je mehr wir das hätten, was wir wollten, und je öfter wir danach fragten, desto besser gehe es uns. „Selbst bei einem ,Nein‘ verliere ich nichts“, sagt er. „Zum Beispiel in einer Beziehung, wenn der Mann mehr Sex will als die Frau: Dann wollen sich doch eigentlich beide mehr verbunden fühlen. Der eine physisch, die andere psychisch. Wenn sie sich das klarmachen, können sie einander das geben, und so lösen sie ihr Problem.“

„Ich will dir nah sein“

Wir sollen uns jetzt einen Partner suchen und ihn um das bitten, was wir wirklich wollen – in diesem Moment und von ihm. Das macht verletzlich, prophezeit Taber. Und das tut es. Es ist schwer, weil man sich für seinen Wunsch schämen könnte oder weil man mit einem Nein rechnen muss. Und es ist Stress für beide: für den, der Angst vor einem Nein hat, und für den, der mit Nein antworten will. Als wir mit der Übung fertig sind, sagt Taber: „Ohne meine Anleitung wäre das nicht passiert, das ist traurig. Ich erlaube euch hiermit, für den Rest eures Lebens das zu erbitten, was ihr wollt. Fragt euch öfter, worüber ihr wirklich mit den Leuten reden wollt und was ihr wirklich von den Leuten wollt. Das macht euer Leben reicher.“

Eine kleine Pause entsteht. Der wütende Mann lässt Taber wissen: „Ich bin sauer auf dich, weil du gesagt hast, dass das alles ohne dich nicht passiert wäre. Aber eigentlich will ich dir nah sein.“ Die Tantramasseurin beschwert sich bei Taber: „Es nervt mich, dass die anderen nicht richtig im Kreis sitzen.“ Sie lacht dabei. Taber antwortet: „Dein Ärger kommt an ungewöhnlichen Stellen raus. Warum bittest du die anderen nicht darum, dass sie sich umsetzen?“ „Sie gucken mich ja nicht an“, entgegnet sie, „sie ignorieren mich.“ Taber fragt: „Was hindert dich daran, ihre Aufmerksamkeit zu bekommen? Sag: ‚Ich habe Angst davor, das zu verlangen, was ich will, und so werde ich still immer ärgerlicher, bis ich Sachen nach dir werfen will.‘“ Als sie fertig ist und alle sich symmetrisch hingesetzt haben, sagt Taber: „Eine Menge Beziehungen leiden an diesem Problem.“

Viele von uns hängen jetzt in den Seilen, es ist zu viel Theorie. Die Assistentin liegt auf dem lachsfarbenen Teppichboden und knutscht mit einem der Wuschelduttmänner rum. Der Wütende fängt wieder an, sich zu beklagen. Wieder entspinnt sich ein unendliches Psychogespräch zwischen ihm und Taber. Als sie fertig sind, sage ich dem Wütenden, dass mich seine Ausbrüche nerven und sein immergleiches Gespräch mit Taber mich langweilt. Taber fordert mich auf, zu sagen, dass ich wütend auf den Wütenden bin. Das tue ich, und der Wütende entgegnet, dass er darüber lachen muss und mich nicht für voll nimmt. Ich antworte, dass er mir leid tut.

Angst davor mit den eigenen Gefühlen in Berührung zu bekommen

Es geht eine Weile hin und her, jeder soll immer sagen, was er fühlt, und dann erklärt Taber, dass wir beide darum kämpfen, den anderen dominieren zu wollen. Daraufhin fühle ich mich unwohl und mache innerlich zu. Ich habe keine Lust mehr, mich mit diesem Mann auseinanderzusetzen. Da ich aber gleichzeitig bemerke, dass ein Muskel über meinem Knie zuckt, fordert Taber mich auf, zum Wütenden zu sagen: „Wenn du mir nicht so egal wärst, würde ich dich jetzt treten.“ Auch darüber freut sich der Wütende. Taber erklärt ihm, dass er eine sadistische Freude daran hat, wenn andere sich in seiner Gegenwart unwohl fühlen. Taber sagt: „Du freust dich über ihren Schmerz.“ Der Wütende meint: „Aber sie spürt doch keinen Schmerz in sich.“ „Doch“, sagt Taber. Da macht der Mann große Augen. Das war ihm nicht klar.

Dann sagt der Veteran, dass ich mich vielleicht nur deswegen so über den Wütenden ärgere, weil ich selbst gern im Mittelpunkt stehen würde. Taber fragt ihn, ob es sein kann, dass er sauer auf mich ist. Der Veteran überlegt eine Weile und meint dann: „Ja, weil sie vorhin, als wir uns in der Pause unterhalten haben, einfach weggegangen ist.“ Ich fühle mich sehr ungerecht behandelt und wende ein: „Aber ich habe dir gesagt, dass ich auf die Toilette muss.“ Taber erklärt, dass die Leute die ganze Zeit irgendwas über uns denken, und dass uns das egal sein soll.

Auf dem Heimweg denke ich, dass ich dieses ganze Psychogerede, wenn ich vorurteilsfrei darüber nachdenke, eigentlich ganz gut finde. Viele von uns machen sich über sowas reflexartig lustig, aber ich vermute mal, dass sie das nur tun, weil sie Angst haben, mit ihren eigenen Gefühlen in Berührung zu kommen.

Wettbewerb und Mitgefühl

Am nächsten Morgen, als wir wieder unsymmetrisch im Kreis sitzen, fangen alle wieder an, über ihre Befindlichkeiten zu reden. Es geht um Nichtigkeiten wie die, wer sich über wen geärgert hat, weil er nicht beim Pausen-Obst-Schneiden geholfen hat, oder wer wem wessen Stuhl weggenommen hat oder wer wen beim Ankommen nicht in den Arm genommen hat. Ich finde es unerträglich nichtig, aber bei dem bloßen Gedanken, dass ich die Äußerungen der anderen bewerte, statt in mich hineinzuhorchen und auf meine Gefühle zu achten, bekomme ich ein schlechtes Gewissen. Ich traue mich nicht, zu sagen, dass ich genervt bin, vor allem deshalb, weil ich weiß, dass alles sonst noch viel länger dauern würde.

Plötzlich sagt aber die Rasierte zu Tabers Assistentin, dass sie am Abend, auf der Kuschelparty, mit deren Ex „Sex hatte“ – also mit dem Mann, der eigentlich scharf auf die Tätowiererin ist. Taber sagt: „Frag sie, wie das für sie ist.“ Die Assistentin, die ja zurzeit bei der Rasierten übernachtet, sagt: „Ich will nicht, dass es dir schlecht geht. Ich hab mir schon gedacht, dass ihr das machen würdet. Ich hab mich gestern Abend gefragt: ‚Bin ich hier noch gewollt?‘ Aber danke, dass du dir Gedanken darum machst, wie es mir geht.“ Taber sagt zur Rasierten: „Besser wäre es gewesen, du hättest vorher gefragt, ob das okay für sie ist.“ Der Mann, der mit der Rasierten Sex hatte, sagt, er finde es gut, dass die beiden Frauen das unter sich ausmachten.

Ich rechne im Geiste durch: Dieser Mann hat eine Freundin, er ist scharf auf die Tätowiererin, er war mit der Assistentin im Bett und mit der Rasierten. Also eigentlich will er was von allen Frauen im Raum, die in seinem Alter sind. Wow. Ich merke, dass ich das bewerten will, und verkneife es mir. Meine Augen suchen die der Psychiaterin. Wir lächeln uns an. Später werden wir einander gestehen, dass wir uns in diesem Moment wie im Kindergarten gefühlt haben.

Der Wütende sagt jetzt, dass er wütend ist, weil der Wuschelmann Sex mit der Rasierten hatte. Er sagt: „Das tut mir weh.“ Die Rasierte entgegnet: „Du kommst jetzt in Kontakt mit dir.“ Die Psychiaterin sagt: „Ich könnte ausbrechen wie ein Vulkan, das macht mir Angst.“ Taber erklärt: „Wenn wir anderen unsere tiefen Gefühle zeigen, haben wir das Gefühl, sie hätten Macht über uns. Aber das stimmt nicht, finde ich.“ Die Assistentin klappt ihr T-Shirt hoch, so dass ihr Bauch zu sehen ist. So bleibt sie sitzen. Die Tantramasseurin liegt wieder in ihrer Lieblingsstellung wie ein Frosch und zeigt sich. Die Assistentin sagt, dass sie die Rasierte beneidet, weil die sich stets nimmt, was sie will. Der Mann, der mit der Tätowiererin Sex haben will, ist wütend auf den Veteranen, der irgendwann vorher gesagt hat, dass er die Tätowiererin attraktiv findet. Taber erklärt: „Das Problem ist, dass wir Menschen zugleich Mitgefühl mit anderen haben und mit ihnen im Wettbewerb stehen. Wir sind egoistisch und empathisch zugleich. Damit müssen wir leben.“

Er legt die Halskette ab

Wir sollen jetzt lernen, für uns selbst als Gruppe Verantwortung zu übernehmen. Daher sollen wir entscheiden, ob wir Taber weiter bestimmen lassen wollen, was wir als Nächstes machen, oder ob wir das selbst festlegen wollen. Taber legt die aus dicken Holzperlen bestehende Halskette ab, die er seit dem Morgen trägt. Wir diskutieren, was wir tun sollen. Ein Mann schlägt vor, dass wir meditieren sollen. Ich sage, dass ich das auf keinen Fall möchte, weil ich die restliche Zeit nutzen möchte, um noch mehr Übungen zu machen. Es entspinnt sich eine unendliche Diskussion. Einer der Wuschelköpfe möchte für uns Gitarre spielen, ein anderer Mann genießt, dass keine Harmonie in der Gruppe herrscht. Es macht ihn gleichzeitig traurig, dass er die schlechte Stimmung genießt. Die Psychiaterin knuddelt jetzt mit dem Veteranen. Die Rasierte, die Assistentin, der Mann, der mit allen Sex haben will, und zwei Wuschelmänner liegen auf einem Haufen. Die Rasierte schlägt vor, dass wir uns alle knuddeln sollen. Der Webdesigner sagt mir, dass meine Stimme ihn wütend macht. Der Mann, der sich Dinge und Finger in den Hintern schiebt, möchte, dass einer von uns ihn anschreit und sauer auf ihn ist. Die Tätowiererin versucht es, aber der Mann findet, dass sie nicht richtig geschrien, sondern nur mit lauter Stimme gesprochen habe. Sie schreit also richtig, aber dennoch etwas verhalten, und er sagt, sein Herz schlage jetzt schneller, aber der Effekt sei nicht stark genug.

Der Wütende fragt: „Was machen wir hier?“ und bringt damit ziemlich genau auf den Punkt, was ich auch schon die ganze Zeit denke. Taber sagt: „Brüll ihn an!“, und zeigt auf den Mann, der sich Finger und Dinge in den Hintern schiebt. Aber der Wütende will nicht. „Nicht auf Kommando“, sagt er.

Wir sollen jetzt in uns hineinhorchen, was wir fühlen, wenn wir das Gefühl haben, dass wir mit dieser Diskussion unsere Zeit verschwenden. Taber sagt, je weniger wir dem Gefühl für uns selbst ausweichten, desto eher werde es uns gelingen, einen guten Kompromiss zu finden. Wir fühlen also in uns hinein und beschreiben, was wir fühlen. Aber auch das führt zu keiner Entscheidung.

„Geht doch“

Ich werde fast wahnsinnig vor Ungeduld. Taber sagt: „Ihr denkt jetzt: ‚Wenn wir uns doch nur entscheiden würden, dann bräuchte ich all das nicht mehr zu fühlen.‘ Dann müsstet ihr euch nicht mehr ärgern. Ihr denkt also: ‚Ich würde Glück spüren, wenn wir endlich eine Entscheidung treffen würden.‘“

Die Tantramasseurin sagt, dass sie nichts von all unseren Vorschlägen hält und auch keinen der Vorschläge, die wir gleich machen werden, akzeptieren wird, weil sie nämlich gegen alles ist, was hier vorgeschlagen wird. Einer fragt: „Weil wir nicht im Kreis sitzen?“ Großes Gelächter. Taber sagt: „Es gibt jetzt Verurteilungen und Anziehungskräfte in der Gruppe.“

Am Ende dieses zweiten Tages umarmen wir uns alle, ich auch den Wütenden. „Geht doch“, sage ich. Er guckt mich an und sieht zum ersten Mal an diesem Wochenende richtig nett aus.

Zwei Tage nach dem Workshop bekomme ich eine Mail von der Assistentin. Sie hat eine Google-Gruppe für uns gegründet. Hier können wir uns gegenseitig schreiben, wie es uns jetzt geht. Kurz darauf schreibt die Rasierte, dass sie mit ihrer Mutter gesprochen hat und sich mit ihr versöhnt hat. Obwohl sie nicht gedacht hätte, dass ihr das jemals im Leben gelingen würde. Aber ihre Mutter habe ihr nun zum ersten Mal richtig zugehört und sei für sie dagewesen. Sie hätten zusammen geweint und ihre Gefühle miteinander geteilt. Zum ersten Mal in ihrem Leben hätte sie sich ihrer Mutter nah gefühlt, weil sie ihr gesagt habe, was sie in ihrer Kindheit vermisst habe. Für sie habe ein neues Kapitel ihres Lebens begonnen.

Der nächste Radical Honesty Workshop mit Taber Shadburne findet vom 21. bis 23. Juli in Hamburg statt.

Quelle: F.A.S.
Katrin Hummel
Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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