Mode & Design
Legendärer Concept-Store

Aus für Colette

Von Florian Siebeck, Paris
© Picture-Alliance, FAZ.NET

Der französische Concept-Store Colette wird am 20. Dezember schließen. „Nach 20 wunderbaren Jahren ist Schluss“, hieß es in einer Mitteilung auf Instagram. Die Belegschaft wurde am Morgen darüber informiert, sagte Sarah Andelmann, Kreativdirektorin und Chef-Einkäuferin, in einer Mitteilung. Sie ist die Tochter von Colette Rousseaux, die das Geschäft vor 20 Jahren eröffnet hatte und sich nun in den Ruhestand verabschiedet: „Colette Roussaux ist an einem Punkt angekommen, wo sie Zeit für sich haben möchte. Und Colette ohne Colette, das geht eben nicht.“

Colette war immer mehr als nur ein Concept Store gewesen, der Laden war die weltweite Adresse für all things cool: Als eines der ersten Geschäfte verband es Pret-a-porter mit Streetwear. Sarah Andelmann bewies gutes Gespür für aufkommende Labels, Colette führte Proenza Schouler, Mary Katrantzou und Rodarte, bevor sie ihre ersten großen Erfolge feierten. Karl Lagerfeld war ein Fan des Ladens. Dem Branchenportal „Business of Fashion“ sagte er vor einiger Zeit: „Das ist der einzige Laden, in den ich gehe, weil es hier Sachen gibt, die man sonst nirgends findet.“ Alles kaufe er dort – Uhren, Telefone, Schmuck. „Das kann man nicht kopieren. Es gibt nur ein Colette.“

Wer die Ladenfläche übernehmen soll, steht auch schon (fast) fest: Saint Laurent. Colette hatte häufiger mit der Marke kooperiert. „Es wäre schön, wenn ein Haus mit solch einer Geschichte unsere Adresse übernehmen könnte – es wäre auch eine tolle Chance für unsere Angestellten.“

Quelle: FAZ.NET
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