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Stil-Fragebogen

„Lieblingsvorname? Zur Zeit Barack“

Von Jennifer Wiebking
 - 17:08
Zu seiner letzten Schau zeigte der Modemacher Prabal Gurung Slogan-T-Shirts mit feministischen Botschaften. Bild: AP, Frankfurter Allgemeine Magazin

Was essen Sie zum Frühstück?

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Immer zwei Spiegeleier, dazu frisch gepressten Orangensaft mit einem Schuss Grapefruitsaft, einen grünen Tee, eine Scheibe Toast. Das war's. Obwohl: Das ist ja eigentlich ganz schön viel.

Wo kaufen Sie Ihre Kleidung ein?

Niemals online! Ich gehe einfach zu gerne in Läden. T-Shirts kaufe ich auch gerne in Vintage-Shops, am liebsten in Brooklyn. Wenn ich Anzüge trage, dann sind sie maßgeschneidert.

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Hebt es Ihre Stimmung, wenn Sie einkaufen?

In jedem Fall, selbst wenn ich gar nichts finde.

Was ist das älteste Kleidungsstück in Ihrem Schrank?

Oh Gott, eines meiner T-Shirts ist bestimmt 15 Jahre alt. Es war mal beige-braun gestreift mit einer von Hand gezeichneten Illustration - mit Kindern im Park. Leider ist davon mittlerweile nicht mehr viel zu sehen. Aufgetan habe ich es damals in einem Laden im East Village, an der zehnten Straße zwischen Avenue A und B. Ich trage es nach wie vor gerne.

Was war Ihre größte Modesünde?

So etwas gibt es nicht. Fehler sind gut.

Tragen Sie zu Hause Jogginghosen?

Nein? Nein!

Haben Sie Stil-Vorbilder?

James Dean, vermischt mit Cary Grant.

Haben Sie jemals ein Kleidungs- oder Möbelstück selbst gemacht?

Kleidung natürlich ständig, ein Möbelstück das letzte Mal im Werkunterricht: einen kleinen Tisch.

Besitzen Sie ein komplettes Service?

Ja, mehrere, eins von John Derian, das andere von ... (dreht sich zu seinem Assistenten) Phil, wie heißt dieser Laden an der Ecke von Houston und Broadway? Ach, klar, Crate and Barrel.

Mit welchem selbst zubereiteten Essen konnten Sie schon Freunde beeindrucken?

Mit etwas Nepalesischem. Das ist immer für alle exotisch, das kann ich gut.

Welche Zeitungen und Magazine lesen Sie?

"New York Times" und "National Geographic" habe ich abonniert. Außerdem lese ich gerne "Wall Street Journal" und "New York Magazine".

Welche Websites und Blogs lesen Sie?

"Business of Fashion", "Vogue", "Huffington Post", "Vice".

Wann haben Sie zuletzt handschriftlich einen Brief verfasst?

Gestern, ich schreibe ständig Dankeskarten. Hier in Berlin zum Beispiel hat uns jemand kurz vor meiner Schau sehr nett geholfen. Wir nehmen Gesten oft genug einfach so hin. Ich versuche mich deshalb, wenn es möglich ist, schriftlich zu bedanken.

Welches Buch hat Sie am meisten beeindruckt?

Ich lese gerade "Das Ministerium des äußersten Glücks" von Arundhati Roy. Romane geben mir meine Vorstellungskraft, deshalb finde ich sie so wichtig. Und, wie konnte ich das vergessen, das wichtigste Buch ist für mich "Der Alchimist" von Paulo Coelho.

Ihre Lieblingsvornamen?

Zur Zeit Barack.

Ihr Lieblingsfilm?

"Der Klang der Liebe". Der Film spielt in den sechziger Jahren in Hongkong. Eine traurige Geschichte, es geht um zwei Ehen und eine Affäre.

Fühlen Sie sich mit oder ohne Auto freier?

Kommt drauf an. Privat gehe ich gerne zu Fuß, aber wenn ich es eilig habe, ist ein Auto praktisch.

Tragen Sie eine Uhr?

Keine Uhr, sondern ein Fitbit-Armband. Aktuell bin ich bei 763 Schritten, aber der Tag ist ja noch lang. Für gewöhnlich schaffe ich viel mehr als 10.000.

Tragen Sie Schmuck?

Kleine Nieten-Ohrringe, manchmal Diamanten von einer guten Freundin, der Schmuckdesignerin Monique Péan. Von meiner Mutter habe ich einen wunderschönen Diamantring vererbt bekommen. Irgendetwas trage ich immer.

Haben Sie einen Lieblingsduft?

Eine Mischung aus Tuberose und orientalischer Lilie. Aber als Blumenduft, nicht als Parfum. Das mag ich nicht besonders.

Was ist Ihr größtes Talent?

Hoffentlich bin ich ein guter Designer. Aber davon abgesehen denke ich, dass ich ein guter Sänger bin. Also zumindest Karaoke.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Mein Neffe und meine Nichte. Bei ihnen werde ich schwach.

Womit kann man Ihnen eine Freude machen?

Wenn man ehrlich ist und man selbst, ohne beeindrucken zu wollen. Und nichts ärgert mich mehr als Dummheit.

Was ist Ihr bestes Smalltalk-Thema?

Mode.

Sind Sie abergläubisch?

Überhaupt nicht. Für mich ist "auf Holz klopfen" nur eine Redensart.

Wo haben Sie Ihren schönsten Urlaub verbracht?

Ich war gerade auf Mykonos. Das war toll. Mein Lieblingsstrand dort war Lia Beach.

Wo verbringen Sie Ihren nächsten Urlaub?

Es geht immer so viel um die Arbeit, daher habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Hoffentlich Indien.

Was trinken Sie zum Abendessen?

Ich trinke keinen Alkohol. Zum Abendessen am liebsten Mineralwasser mit Limette und einer Prise Steinsalz.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Magazin
Jennifer Wiebking
Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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