Infotainment im CX-5

So viel Technik wie nie im Mazda

Von Michael Spehr
 - 08:17

Endlich ein Head-up-Display: Der im vergangenen Jahr überarbeitete CX-5 ist der erste Mazda mit der Projektion wichtiger Informationen auf die Windschutzscheibe. Dabei haben die japanischen Ingenieure nicht nur jene Technik kopiert, die andere Hersteller schon länger bieten. Es gibt vielmehr ein Extra, das wir bislang noch nie gesehen haben. Zusätzlich zu den Hinweisen des Navi-Systems, der Einblendung der aktuellen Geschwindigkeit und der erkannten Verkehrszeichen zeigt der CX-5 im virtuellen Bild, dass sich links oder rechts ein Fahrzeug im toten Winkel befindet. Das ist ungemein praktisch und wird gewiss Nachahmer finden.

Wir hatten das „echte“ Head-up-Display im Einsatz, die „Advanced“ genannte Variante, die es nur für den Sportsline gibt. Für die Exclusiveline wird eine einfachere Ausführung mit Plexiglasscheibe angeboten. Jedoch ist das Head-up-Display stets nur in Verbindung mit einem Technikpaket erhältlich, die Preise beginnen bei 850 Euro.

Ein Audiosystem mit Radio, USB-Anschluss und vier Lautsprechern gehört in jedem CX-5 zur Werksausstattung. Von der Modellvariante Centerline an gehören ein Siebenzoll-Farbmonitor, die Internetanbindung, der Bluetooth-Freisprecher, Sprachsteuerung sowie eine Social-Media-Integration serienmäßig zur Ausstattung. Nur das Navi-System lässt sich Mazda zusätzlich mit moderaten 690 Euro bezahlen, im Sportsline ist es abermals Serienausstattung. Ein sehr solide wirkender Controller zwischen den Vordersitzen fungiert als zentrales Bedienelement.

Auf dem Display bauen sich die einzelnen Menüs in kreisförmiger Darstellung auf. Mit dem Controller und einem flinken Dreh ist schnell das passende Untermenü gewählt. Die Anzeige ist nur dann berührungsempfindlich, wenn man nicht schneller als 7 km/h fährt. In den einzelnen Abteilungen sind die Menüs klar und präzise strukturiert, die Tasten rund um den Controller führen wahlweise einen Schritt zurück oder direkt ins Hauptmenü. Nur muss man doch recht häufig nach unten gucken.

Für die Navigation gibt es eine Spracherkennung, die Ort, Straße und Hausnummer in einem Rutsch erfasst, zwar gelegentlich nachfragt, jedoch präzise arbeitet. Während der Fahrt baut sich eine Landkarte auf, sie könnte feiner gezeichnet sein und mehr Übersicht bieten, erfüllt aber ihren Zweck. Die Fahrhinweise sind klar und unmissverständlich, kommen bisweilen zu oft. Premium-Verkehrsinformationen werden über die fest eingebaute Sim-Karte ins Auto geholt. Die Güte der Daten war allerdings während unserer Fahrten nicht immer überzeugend. Dass man Twitter und Facebook über die Plattform Aha-Radio ins Fahrzeug holen kann, fanden wir ebenfalls nicht überzeugend. Immerhin: Die App sucht auch nach Hotels und Restaurants und bietet Zugriff auf Podcasts sowie Web-Radiostationen. Die Einbindung von Android Auto und Apple Carplay hat Mazda angekündigt, noch funktioniert sie nicht.

Quelle: F.A.Z.
Michael Spehr
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
FacebookTwitterGoogle+
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenMazda Motor