Tech-Talk

Früher war alles besser

Von Boris Schmidt
 - 14:25

Das sagt sich so leicht. Aber natürlich ist manches Mal mehr als ein Fünkchen Wahrheit in diesem Satz. Für diese Zeilen müsste es aber „Ganz früher“ heißen. Denn der alte Rover 75, der mit seinen 19 Jahren auf den Rädern per Definition fast schon ein Youngtimer ist, geht während der Fahrt einfach aus. Im Glauben, der Schaden sei beseitigt, bleibt der Sohn mit dem Schmuckstück (Oma: „Der sieht doch aus wie neu, den verkaufst du aber nicht“) nolens volens bei Karlsruhe liegen.

Wenigstens ist der ADAC auf Zack und bringt den Wagen huckepack samt Filius bis vor die heimische Haustür. Dort springt der Rover plötzlich wieder an. Also auf eigener Achse zur Werkstatt. Die stellt die gleiche Diagnose wie die andere zuvor. 1999 war die Motortechnik längst so weit, dass Fehler einfach ausgelesen werden können. „Es ist der Kurbelwellensensor.“

Jetzt kommt ein Original-Ersatzteil zum Einsatz, keine Bastellösung. Ob aber das Problem wirklich beseitigt ist, kann der Meister nicht garantieren. Die Elektronik gebe oft immer wieder neue Rätsel auf. Richtig alte Autos ohne Elektronik seien viel leichter zu reparieren.

Quelle: F.A.S.
Boris Schmidt
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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