IP-Technik

Schlecht aufgelegt

Von Michael Spehr

Das Internet im Dorf ist ausgefallen, Montagnachmittag. Die Telekom will sich für die Reparatur bis Ende der Woche Zeit lassen. Am Donnerstag soll DSL reaktiviert werden. Das sagen diejenigen, die einen Kundenbetreuer sprechen konnten. Nun dienen Internet und DSL nicht nur der Unterhaltung. Seit der Umstellung auf IP-Technik erfordert auch Sprachtelefonie ein funktionierendes DSL. Mit dem Ausfall des Internets bleiben die Telefone tot. Im Notfall solle man mit dem Handy Polizei oder Feuerwehr rufen, hatte die Telekom kommuniziert.

Nur gibt es im Dorf kein stabiles Mobilfunknetz. Telekom, Vodafone und O2 blitzen gelegentlich auf dem Display für wenige Sekunden auf. Wer telefonieren will, muss mit dem Auto zur Nachbargemeinde fahren. Diese Notfallstrategie der Telekom geht auf Dauer nicht gut. Als wir nach einer halben Stunde des Wartens tatsächlich mit einem menschlichen Hotline-Mitarbeiter sprechen, schlagen wir ihm vor, die Telekom möge doch während der Störung zumindest eine Mobilfunk-Notversorgung für den Ort einrichten. „Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag“, sagt der Berater. Und legt auf.

Quelle: F.A.S.
  Zur Startseite

Themen zu diesem Beitrag:
Deutsche Telekom