FAZ plus ArtikelFahrbericht Dacia Duster

Ehrliche Haut mit bulligem Auftritt

Von Wolfgang Peters
 - 08:55
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FahrberichtDacia Duster dCi

Renault ist mit einer kurzen Unterbrechung schon seit 1968 mit der rumänischen Marke liiert, schon längst zahlt sich dieses Engagement aus: 17 700 Exemplare der einst grauen Ostmarke führten die angeblich so auf Status, PS und Prestige bedachten deutschen Käufer im ersten Quartal 2018 in ihre teuren Garagen. Und der Duster surft jetzt mit bewährten Renault-Teilen, einem präzise definierten Charakter und einem pfiffigen Marketingkonzept auf der höchsten SUV-Welle, er steuert 5200 Einheiten zum Erfolg bei: „Deutschlands günstigster SUV“ wurde zum Jahresbeginn vor allem im Design, aber ohne überraschende Experimente gepflegt und in der Technik feiner justiert. Geblieben sind der beliebt-rustikale, jetzt bulligere Auftritt in Verbindung mit den hemdsärmeligen Umgangsformen und eine Preisliste. die noch immer bei den Verkäufern deutscher Marken zu roten Ohren führt. Immerhin hat die zweite Duster-Generation einen kräftigen Verkaufsschub am Markt erfahren, vielleicht sind die Kunden an den Tarifen der nobleren Konkurrenz doch ein wenig verzweifelt.

Allerdings stellte sich der Testwagen Dacia Duster dCi 110 4×2 Prestige EDC unter dem Strich doch auf 20 620 Euro, bei einem Grundpreis von 18 500 Euro. Acht Extras hoben den Preis an, alles Extras, die man sich leisten kann – Sitzheizung für Vordersitze 150 Euro, Klimaautomatik 200 Euro, Metalliclack 470 Euro –, aber nicht muss. Denn auch die etwas schöneren Dinge für die Bewältigung des Alltags führt der Duster in der Ausstattungsstufe Prestige serienmäßig heran: höhenverstellbarer Fahrersitz mitsamt Lordosenstütze und Mittelarmlehne, die geteilt klappbare Rücksitzbank und die Rückfahrkamera mit dem guten Bildschirm, das Navigationssystem, dann vier elektrische Fensterheber, den Bordcomputer und natürlich Zentralverriegelung sowie ABS und weitere Bremshilfen, nicht zu vergessen die 17-Zoll-Leichtmetallräder.

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Technische Daten und Preis

Empfohlener Preis 18 500 Euro

Preis des Testwagens 20 620 Euro

Vierzylinder-Dieselmotor, Abgasturbolader, Common-Rail-Einspritzung, Oxidationskat, Partikelfilter, Hubraum 1461 Kubikzentimeter

Leistung 109 PS (80 kW) bei 4000/min, höchstes Drehmoment 260 Nm bei 1750/min

Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe

Frontantrieb

Länge/Breite/Höhe 4,34/1,80/1,69, Radstand 2,67, Wendekreis 10,80 Meter

Leergewicht 1379, zulässiges Gesamtgewicht 1854, Anhängelast 1500 Kilogramm, Kofferraumvolumen 445 bis 1478 Liter

Reifengröße 215/65 R17 98H

Infotainment Audioanlage mit vier Lautsprechern, Media-Nav-Evolution mit Kartenmaterial Europa, Farbbildschirm mit Touchscreen-Funktion und scharfem Kamerabild

Assistenzsysteme Berganfahrhilfe, Tempopilot, Rückfahrkamera, Geschwindigkeitsbegrenzer, Multiview-Kamera, Toter-Winkel-Warner, ABS mit EBV, ESP, Bremsassistent, Reifendruckkontrolle

Höchstgeschwindigkeit 171 km/h

Von 0 auf 100 km/h in 11,9 s

Verbrauch 6,8 bis 8,0, im Durchschnitt 7,3 Liter Diesel je 100 km, 116 g/km CO2 bei Normverbrauch von 4,5 Liter, Tankinhalt 50 Liter

Versicherungs-Typkl. HP 20, TK 20, VK 18

Garantie drei Jahre oder 100 000 Kilometer, zwei Jahre Garantie auf den Lack, sechs Jahre gegen Durchrostung, Ölwechsel und Wartung alle zwei Jahre oder nach 20 000 Kilometer

Quelle: F.A.Z.
Wolfgang Peters
Freier Autor in der Wirtschaft.
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