Probefahrt im Jaguar E-Pace

Mutter und Kind

Von Boris Schmidt
 - 21:22
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Den Erfolg des SUV F-Pace will Jaguar jetzt mit dem kleineren E-Pace fortschreiben. Von sofort an ist das 4,40 Meter kompakte SUV im Handel. Mit einem Preis von 34.950 Euro ist es nun der Einstieg in die Jaguar-Welt, es ist zudem der erste Jaguar, der ausschließlich mit Vierzylindermotoren angeboten wird.

Fünf Maschinen stehen zur Wahl, drei Diesel und zwei Benziner, alle sind turbogestärkt und haben zwei Liter Hubraum. Daraus werden 150, 180 oder 240 Diesel-PS geschöpft, bei den Benzinern sind es 250 oder 300 PS. Zwischen 4,7 und 8,0 Liter Kraftstoff lauten die Normverbrauchswerte. In der Praxis dürften daraus 7 bis 10 Liter auf 100 Kilometer werden. Jaguar hält an den Ausstattungslinien S, SE und HSE fest, nur das Diesel-Basismodell kann als reiner Fronttriebler geordert werden, der Rest hat Allradantrieb. Wer selbst schalten will, der kann oder muss den D 150 oder den D 180 AWD bestellen. 44 850 Euro stehen hierfür als S in der Preisliste. Alle anderen E-Pace haben eine Neungangautomatik, die Preisspanne reicht bis 60 550 Euro.

Während des ersten Kennenlernens macht der E-Pace einen attraktiven Eindruck. Designer Ian Callum ist es gelungen, ein SUV glaubwürdig als Jaguar zu interpretieren, die Linien stimmen, und viele meinen, es sei schöner als der große Bruder F-Pace. Callum sagt, den Fehler zu starker Ähnlichkeit wie bei den Limousinen XE und XF habe Jaguar nicht wiederholen wollen.

Trotz der schicken Form ist der E-Pace funktional. Die Motoren sind quer eingebaut, so bleibt mehr Platz für Passagiere und Gepäck. Der Kofferraum fasst stattliche 577 Liter, an die Anhängerkupplung können in der Regel 1800 Kilogramm.

Im Innenraum fällt der Schaltstock für die Automatik auf, es gibt hier also keinen Drehhebel wie in anderen Jaguars. Der Fahrer blickt auf eine virtuelle Armaturenlandschaft (12 Zoll, Aufpreis), daneben arbeitet ein 10 Zoll großer Touchscreen für Navigation und Kommunikation. Es gibt vier 12-Volt-Anschlüsse, fünf USB-Schnittstellen und einen Wifi-Hotspot für bis zu acht Geräten.

Zu den serienmäßigen Sicherheitssystemen gehören Assistenten für die Notbremsung, die Aufmerksamkeit, das Halten der Spur, eine Verkehrszeichenerkennung, ein Tempomat und eine Rückfahrkamera. Gegen Aufpreis gibt es unter anderem ein Head-up-Display und einen aktiven Totwinkel-Warner.

Jaguar will ein praktisches Auto für die ganz Familie bieten, Kinder werden sich gewiss an der kleinen Jaguar-Grafik am Rand der Frontscheibe erfreuen, auf der eine große Katze mit ihrem Jungen zu sehen ist. Das gleiche Bild schicken auch im Dunklen zwei auf der Unterseite der Rückspiegel integrierte Lampen auf den Boden. Gag und Auto kommen aus Graz, gebaut wird der E-Pace bei Magna Steyr und später auch im neuen Werk in Chengdu in China.

Quelle: F.A.Z.
Boris Schmidt
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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