Tech-Talk

Der Spion fährt mit

Von Michael Spehr
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Der Hinweis, dass man während des vertraulichen Gespräches nicht nur das Handy ausschaltet, sondern es am besten gar nicht mitnimmt, weil die technischen Möglichkeiten der Schnüffelei raffiniert wie nie geworden sind, ist nun zu ergänzen, dass man während solcher Gespräche auch nicht mit dem Auto fahren möge. Jedenfalls nicht in einem vernetzten mit eingebauter Sim-Karte und App.

Es werden im Hintergrund viel mehr Daten als nötig an die Hersteller übertragen, sagt die Stiftung Warentest, und nur ein einziger Hersteller, Daimler, beantwortet diesbezügliche Fragen. Dass sich Autos und Apps sofort nach dem Hochfahren erst mal bei Google anmelden, ist ebenso bedenklich wie die Aussage der Stiftung, dass kein Hersteller vor der Nutzung über die Datensammelei hinreichend aufklärt.

Den Vogel schießt Tesla ab: Die Amerikaner erfassen Informationen über den Fahrer und seine Apps. Und diese Details, so Tesla in seinen Geschäftsbedingungen, werden verknüpft mit anderen Quellen, „wie beispielsweise aus öffentlichen Datenbanken, von gemeinsamen Marketingpartnern, zertifizierten Installationsunternehmen, externen Reparatur- oder Servicecentern und von Plattformen sozialer Medien“. Dann mal gute Fahrt!

Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Spehr, Michael (misp.)
Michael Spehr
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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