FAZ plus ArtikelFeuerwehr übt mit Software

In der Hitze des virtuellen Brandeinsatzes

Von Bernhard Biener
 - 08:56

Klaus Kaffenberger bewegt sich vorsichtig auf den Knien durch den Flur. Wie weit sich das Feuer schon ausgebreitet hat, zu dem der Hauptbrandmeister gerufen worden ist, weiß er nicht. Was verbirgt sich hinter der nächsten Tür? Er greift an die Klinke, da sieht er Flammen mitten im Raum. Die schwarze Steuereinheit, die er die ganze Zeit in der rechten Hand hält, wird in seinem Gesichtskreis zu einem Strahlrohr am vorderen Ende des Schlauchs. Schnell hat er den Brand erstickt. Kaffenberger hebt die Augen, vor die eine große 3-D-Brille geschnallt ist, nach oben. Sein Blick wandert an die Decke, er sieht sich um.

Das Zimmer, in dem sich der Bad Homburger Feuerwehrmann befindet, ist nichts anderes als ein Computerbild. Die sogenannte virtuelle Realität ist einem tatsächlichen Einsatzort detailgetreu nachempfunden. Versierte Computerspieler sind zwar hektischeres Geschehen gewohnt. Aber sie zucken höchstens mit dem Finger auf der Computermaus, wenn sie reihenweise ihre Gegner über den Haufen schießen. Kaffenberger hingegen muss sich selbst in dem künstlichen Haus bewegen. Außerdem gibt es eine Reihe Faktoren, die den Realitätseindruck und vor allem den Stresspegel erhöhen.

F.A.Z. PLUS: Entdecken Sie F.A.Z. PLUS

F.A.Z. PLUS

Probeabo

: besonders beliebt

Miniabo

: 5,99 €

Tagespass

: 1,99 €

Diesen und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F.A.Z. Plus

Quelle: F.A.Z.
Bernhard Biener
Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.
Twitter
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenFeuerwehrBad HomburgHomburg