Dyson-Luftreiniger Pure Cool

Keine Chance für dicke Luft

Von Monika Schramm
 - 10:25

Der Zeitpunkt hätte nicht besser sein können: Kurz nach der Präsentation eines neuen Luftreinigers von Dyson ging die Meldung der Weltgesundheitsorganisation über sämtliche Medien, dass 90 Prozent aller Menschen keine saubere Luft einatmen. Das trifft nicht nur für diejenigen zu, die sich viel im Freien aufhalten, sondern auch für Millionen andere, die den größten Teil des Tages in geschlossenen Räumen zubringen.

Wohnung, Verkehrsmittel, Büro oder Betrieb, Restaurants, wer mal zusammenzählt, wie viele Minuten er sich an einem normalen Arbeitstag im Freien aufhält, dürfte sich wundern. Aber im Gegensatz zu draußen kann man innen für saubere Luft sorgen, so verspricht es der Dyson Pure Cool. Die beiden möglichen Formen – rund als Tischgerät, längsoval als Bodenmodell – kennt man bereits von den Ventilatoren und Vorgängermodellen.

Jetzt kommt ein verbessertes Gerät, das die Innenluft im gesamten Raum von unerwünschten Stoffen befreien soll, ein ziemlich großspuriges Versprechen. In den rund 10.000 Liter Luft, die wir durchschnittlich jeden Tag einatmen, können mikroskopische Partikel enthalten sein, ob von außen durch die Luftbelastung in den Städten, Feinstaub, Pollen, oder von innen, da verbinden sich oft Schadstoffe von Putzmitteln, Tierhaare, selbst Duftkerzen sowie Farben und Kochdämpfe zu einer Mischung. Die belastet nicht nur Allergiker, sondern alle.

99,5 Prozent aller Partikel bis zu einer Größe von 0,1 Mikron

Der Pure Cool will die Verunreinigungen mit drei Sensoren messen können: Einer stellt Lufttemperatur und -feuchtigkeit fest, von den beiden anderen registriert einer chemische Verunreinigungen wie Gase oder Rauch und der andere, nach Herstellerangaben, 99,5 Prozent aller Partikel bis zu einer Größe von 0,1 Mikron. Wird der Sollwert überschritten, lösen diese beiden Sensoren die Tätigkeit des Geräts aus. Das wird dem Benutzer über ein Display mitgeteilt, auf dem er ablesen kann, welche Gase oder Partikel das Gerät gerade erkannt hat, das heißt, wie hoch oder wie niedrig die Belastung im Raum gerade ist.

Im Sockel des Pure Cool steckt eine doppelte Filtereinheit: Der neue Hepafilter enthält 60 Prozent mehr Material als früher, er fängt Partikel ein, der innere Filter holt nach Angaben des Herstellers dreimal so viel Gase, Gerüche und flüchtige organische Verbindungen aus der Luft. Dank der aus den Ventilatoren bekannten Luftverteiltechnik, der Hersteller spricht von „Air Multiplier“, und einer neuen 350-Grad-Luftverteilung wird die Luft vermischt und im ganzen Raum verteilt. Die Ventilatorfunktion kann im Winter abgestellt werden, wenn der Kühleffekt nicht gewünscht wird. Dann arbeitet der Luftreiniger in dem neuartigen Diffusor-Modus, einer Verteilungsfunktion, welche die Luft reinigt, aber keine kühle Luft ausbläst.

Der maximale Luftdurchsatz beträgt nach Herstellerangabe 360 Liter je Sekunde, die elektrische Aufnahme liegt je nach Beanspruchung zwischen 6 und 40 Watt. All das lässt sich mit einer Fernbedienung steuern, die ihren festen Platz auf der Oberseite des Geräts hat. Oder man steuert mit dem Smartphone über die Dyson Link App, mit der auch alle Parameter abzulesen sind.

Wenn ein Filterwechsel nötig ist, wird das angezeigt, das kann je nach Belastung einmal im Jahr anliegen. Eine Filtereinheit kostet 75 Euro. Mit etwa 60 dB(A) arbeitet der Pure Cool leise. Im Nachtmodus läuft er geräuscharm und dimmt zudem das Display. Ein Timer bietet voreingestellte Intervalle von 15 Minuten bis neun Stunden. Der Tower ist bei einem Sockeldurchmesser von 22 Zentimeter 1,05 Meter hoch und wiegt rund fünf Kilogramm. Er kostet 600 Euro und ist wie das Tischgerät (550 Euro) in Weiß und Silber zu haben.

Quelle: F.A.Z.
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