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So geht Rückschritt

Von Michael Spehr
 - 00:50

Zwei Jahre nach dem Abschluss des DSL-Vertrags ist es Zeit, sich mal wieder um den häuslichen Internetzugang zu kümmern. Die Mindestvertragslaufzeit endet. Ein Angebot der Telekom fürs Bleiben gibt es nicht. E-Mails werden nicht einmal beantwortet. Die Recherche endet ernüchternd: Dass Deutschland den Weg in die Gigabyte-Gesellschaft geht, ist nicht ansatzweise zu sehen. Das angebotene maximale DSL-Tempo ist kein bisschen höher als vor zwei Jahren, obwohl sich der graue Schaltkasten der Telekom in Sichtweite befindet.

Kein Fortschritt, sondern Rückschritt auch hinsichtlich des Angebots: Standen noch vor zwei Jahren 1 und 1, O2 und andere kleine Anbieter bereit, endet die Verfügbarkeitsprüfung nun durchgehend negativ. Übrig bleiben allein die Telekom und Vodafone. Erstere wiederum hat ihre Preise in den vergangenen Monaten nicht gesenkt. Das muss sie auch nicht, wenn nur ein einziger Rivale vor Ort vertreten ist und die jungen aggressiven Mitbewerber das Weite suchen. Remonopolisierung ist das Schlüsselwort. Die Zukunft des Internets ist die Glasfaser. Aber in Deutschland lässt man die Telekom mit ihren alten Kupferleitungen schalten und walten.

Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Spehr, Michael (misp.)
Michael Spehr
Redakteur im Ressort „Technik und Motor“.
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