Umwelt & Technik
Albert Clock

Damit muss man rechnen

Von Michael Spehr
© Hersteller, F.A.Z.

Kopfrechnen mangelhaft: 70 durch 5, „das ist ja schon eine Herausforderung“, sagt nicht etwa ein Schüler der Generation Taschenrechner, sondern jemand im besten Väteralter. Aber nur den Jungen wird gebetsmühlenhaft vorgeworfen, dass ihre Rechenfähigkeiten zu wünschen übriglassen. Wer jenseits des kleinen Einmaleins die Grundrechenarten im Zahlenraum bis 100 üben will, mag, auch als Erwachsener, einen Blick auf die Albert Clock werfen, die eine Lernhilfe für zu Hause oder die Schule sein soll.

Die Uhr hat eine riesige Diagonale von 37 Zentimetern, das Gehäuse ist fünf Zentimeter dick, und es gibt sie in den Farben Betongrau, Weiß und Rot. Die Frontseite ist eine LED-Segmentanzeige, auf der die Uhrzeit in der Form kleiner Knobeleien angezeigt wird: Oben stets die Stunden, etwa 54 – 45 für 9 Uhr morgens und unten die Minuten, 6×7–6.

Die Albert Clock kostet happige 280 Euro, man bezahlt Idee und Design, aber nicht das Material. Wer sie an die Wand hängen will, beachte, dass das proprietäre Ladegerät mit einem Nupsi an der Rückseite hervorsteht. Indes: Mit dem Lernspielzeug können Kinder und Erwachsene knobeln. Die Uhr wurde von dem deutschen Designer Axel Schindlbeck im Rahmen der Aktion „50 Produkte an 50 Tagen“ entworfen. Eine Kampagne auf Kickstarter brachte das Geld für die ersten 1000 Geräte zusammen, inzwischen kann jedermann die Uhr auf albertclock.com bestellen.

Mit drei Tasten an der rechten Seite lassen sich die Uhrzeit, die Geschwindigkeit des Aufgabenwechsels und deren Schwierigkeitsgrad einstellen. Wer die Uhr in Aktion sehen will, kann eine App für iPhone und Android aufs Smartphone laden. Albert heißt sie wegen Albert Einstein, der angeblich in der Schule schlecht in Mathematik gewesen ist.

Quelle: F.A.Z.
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