Beamtensold

Die Bayern verdienen am meisten

 - 12:05

Beamte im Saarland und in Berlin verdienen nach einem Medienbericht bundesweit mit am schlechtesten. Bayern bezahle seine Staatsdiener am besten. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Besoldungsbericht des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack warf Bund und Ländern eine „Besoldungspolitik nach Kassenlage“ vor. Die öffentlichen Arbeitgeber nähmen es in Kauf, „dass der öffentliche Dienst im Wettbewerb um Fachkräfte oft nicht mehr konkurrenzfähig“ sei. Gerade schlechter zahlende Länder hätten zunehmend Schwierigkeiten, neues, qualifiziertes Personal zu gewinnen.

Die Folge sei ein öffentlicher Dienst, „der seine Aufgaben nur noch schwerlich erfüllen kann“. Es fehle nicht nur eine langfristige Personalpolitik, es drohe auch ein „Flickenteppich“ unterschiedlicher Bezahlung, so Hannack weiter.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass beispielsweise eine gerade in den Staatsdienst übernommene Justizvollzugsbeamtin in Berlin zwölf Prozent weniger Gehalt bekomme als ihre Kolleginnen in Bayern, sagte Hannack. Eine neu verbeamtete Lehrerin in Rheinland-Pfalz verdiene im Jahr mehr als 8000 Euro brutto weniger als eine neu verbeamtete Lehrerin in Bayern – das entspreche einem Unterschied von 18,5 Prozent.

Die DGB-Untersuchung vergleicht die Bezüge der rund 1,8 Millionen Beamten in den 16 Bundesländern und beim Bund in absoluter Höhe und auch in Bezug zur Arbeitszeit. Verglichen wurden die drei Besoldungsgruppen A7, A9 und A13 die exemplarisch für die Laufbahn im mittleren, im gehobenen und höheren Dienst stehen. Die Summen sind jeweils die Bruttobezüge von ledigen und kinderlosen Beamten.

Video starten

Arbeitskraft gegen GeldWas ist eigentlich Lohn?

Quelle: dpa/AFP
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenBayernDGBFunke Mediengruppe