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Brexit-Krise in London

Von Marcus Theurer, London
 - 13:30

Die britische Premierministerin Theresa May gerät im innenpolitischen Ringen um den Brexit immer mehr in Bedrängnis. May gelang es in einer Kabinettssitzung nicht, ihren Plan für eine neuartige Zollpartnerschaft mit der EU nach dem Austritt durchzusetzen. Angesichts der offenen Rebellion ihrer Minister musste May das Zollproblem, das sich zum größten Bremsklotz in den Brexit-Verhandlungen mit Brüssel entwickelt, abermals vertagen. Die Regierung in London wird damit weniger als elf Monate vor dem Brexit zunehmend handlungsunfähig. Die Gefahr eines politisch und wirtschaftlich besonders schädlichen ungeordneten EU-Austritts wächst.

Als wichtiger innenpolitischer Gradmesser für Mays Zukunft als Regierungschefin gilt der Ausgang der Kommunalwahlen an diesem Donnerstag in England: Sollte die konservative Partei der Premierministerin dabei stark an Boden verlieren, könnte dies zu einem parteiinternen Aufstand gegen May und ihrer Ablösung führen. Allerdings ist bisher völlig offen, wer ihr nachfolgen würde. Umgekehrt könnte ein gutes Abschneiden bei den Wahlen Mays Position stabilisieren. Die Wahlergebnisse werden am Freitagmorgen und im weiteren Verlauf des Tages erwartet.

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Quelle: FAZ.NET
Marcus Theurer
Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.
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