FAZ plus ArtikelZucker-Kommentar

Überlebenskampf der Zuckerindustrie

Von Bernd Freytag
 - 06:52

Ohne Zucker könnten wir nicht leben, zu viel Zucker macht dick und krank. Was ist daran nicht zu verstehen? Über die richtige Menge muss jeder selbst entscheiden, Empfehlungen dazu gibt es genug. Der Zuckergehalt findet sich auf Verpackungen, bei frischen Lebensmitteln hilft ein Blick ins Internet. Auch besteht ein Zusammenhang zwischen Zuckerbedarf und Bewegung. Wer also seinen Tageskonsum Cola von vier auf fünf Flaschen erhöht, sollte sich bei „Vera am Mittag“ vor dem Fernseher etwas häufiger umlagern, dann bleibt er auch länger schlank.

Es ist schwer, in der Zuckerdebatte in diesen Tagen ohne Sarkasmus auszukommen. Menschen rufen nach dem Staat, weil sie dick und krank werden und die Schuld daran auf die Industrie schieben. Dass Zucker als neue Geißel der Menschheit gebrandmarkt wird, ist freilich nicht neu. Neu ist die Vehemenz, mit der Regierungen dem Zucker nun den Kampf ansagen. Statt die letzten Unbedarften aufzuklären, setzen Staaten auf die lenkende Wirkung der Steuer, zunächst auf zuckerhaltige Getränke. In Frankreich, Ungarn, Finnland und Mexiko gibt es schon eine, in Großbritannien bald auch.

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Quelle: F.A.Z.
Bernd Freytag
Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Ludwigshafen.
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