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Diesel-Streit

Autohersteller wollen bis zu 3000 Euro zahlen

 - 20:51

Im Streit um die Hardware-Nachrüstung älterer Diesel-Pkw gibt es eine neue Absprache. „Wir haben mit den deutschen Herstellern ein konstruktives Ergebnis erzielt“, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer am Donnerstag nach einem Treffen mit Branchenvertretern in Berlin. Im Vordergrund stehe weiter die Umtauschaktion der Hersteller von Alt-Autos in sauberere Fahrzeuge. Die Umtauschaktionen laufen je nach Hersteller bis 2019 und 2020.

Wer seinen Wagen nicht tauscht, soll aber sein Auto nachrüsten lassen können: Volkswagen und Daimler seien bereit, die verbliebenen älteren Autos dann für bis zu 3000 Euro mit Katalysatoren nachrüsten zu lassen. Zuvor hatten Autohersteller nur 2400 Euro geboten. BMW lehne das ab, wolle aber mit der gleichen Summe die Halter der älteren Diesel unterstützen – etwa für einen Neukauf.

Die Angebote gelten allerdings nur für Halter in den am höchsten mit Stickoxid-belasteten Regionen. Welche genau das sind, war am frühen Donnerstagnachmittag noch nicht bekannt.

Ein weiterer Nachteil: Derzeit gebe es noch keine genehmigten Katalysator-Nachrüstsätze für Euro-5-Fahrzeuge, sagte Scheuer. Daher könne eine Nachrüstung auch erst nach 2020 greifen.

Die große Koalition hatte im Kampf gegen Fahrverbote wegen der Stickoxid-Belastung Anfang Oktober ein Paket aus Umtauschprämien für neuere Autos und die sogenannte Hardware-Nachrüstung auf Kosten der Industrie beschlossen. Während die Hersteller Kaufanreize für abgasärmere Fahrzeuge anboten, weigerten sich die Hersteller bislang, die kompletten Kosten für die Nachrüstung von Dieseln der Euro-5-Norm zu übernehmen.

Allerdings kam an diesem Donnerstag ein weiteres Urteile hinzu, dass auch in den Städten Bonn und Köln im nächsten Jahr Fahrverbote für ältere Diesel und sehr alte Benziner vorschreibt.

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Weitere Prozesse stehen anDiesel-Fahrverbote in Köln und Bonn

Quelle: schä./Reuters
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