Bis zu 120.000 Fahrzeuge

Vielleicht müssen noch viel mehr Diesel überprüft werden

 - 06:28

Bei Daimler müssen einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise 120.000 Dieselfahrzeuge auf mögliche unzulässige Abschalteinrichtungen untersucht werden. Dabei handele es sich um weltweit rund 40.000 Wagen des Modells „Vito“ und 80.000 der „C-Klasse“, berichtete „Bild am Sonntag“ vorab. Die Motoren stammten vom französischen Hersteller Renault und seien von Daimler technisch weiterentwickelt worden. Ein Software-Update solle bereits zur Prüfung beim Kraftfahrt-Bundesamt vorliegen.

Laut einem Bericht des „Spiegel“ droht Daimler sogar der Rückruf von mehr als 600.000 Dieselfahrzeugen. Die Modelle hätten einen vergleichbaren Motor wie der Mercedes-Van Vito mit einem 1,6-Liter-Motor der Schadstoffklasse Euro 6. Daimler nannte das „Spekulationen“.

Daimler will sich wehren

Das Kraftfahrt-Bundesamt war im Fall Vito vor wenigen Tagen erstmals zu der Überzeugung gelangt, dass Mercedes die Abgasreinigung „unzulässig“ herunterregelte, so dass sie lediglich auf dem Rollenstand effizient war, im Straßenbetrieb jedoch mit geringerer Wirksamkeit arbeitete. Die Behörde ordnete den Rückruf von weltweit tausenden Fahrzeugen an. Gegen diese Rechtsauffassung kündigte Daimler Widerspruch an und will dagegen notfalls vor Gericht ziehen.

Daimler-Chef Dieter Zetsche ist am kommenden Montag zum Thema Diesel bei Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in Berlin. Scheuer hat das KBA angewiesen, unverzüglich weitere Verdachtsfälle bei Mercedes zu prüfen.

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Für reine LuftHamburg verbannt Diesel-Fahrzeuge

Quelle: bard./Reuters
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