Bewusste Täuschung?

Neuer Ärger für VW-Lobbyisten Thomas Steg

 - 15:01

Der beurlaubte VW-Lobbyist Thomas Steg ist abermals in die Diskussion geraten. Ein VW-Techniker soll ihm und weiteren Managern geraten haben, gegenüber der Bundesregierung falsche oder zumindest unvollständige Angaben zu machen. Das berichtet die „Bild am Sonntag“.

Es geht um den November 2015. Damals hatte VW mitgeteilt, dass die CO2-Werte von 800.000 Autos zu hoch sein könnten. Später hieß es, nur für neun Modellvarianten mit insgesamt 36.000 Autos müssten Angaben korrigiert werden. Damit soll VW die Schwierigkeiten nicht etwa kleingeredet, sondern weiter überzeichnet haben: 3 der 9 Varianten seien sauber gewesen. VW habe sie aber weiter als Problemfälle geführt, um einen Spielraum zu behalten, sollten spätere Messungen an anderen Modellen doch noch zu hohe Werte ergeben.

Der Konzern weist den Vorwurf der Täuschung zurück und will sich stets mit den Behörden abgestimmt haben. Steg war im Januar wegen der Abgastests an Affen beurlaubt worden, könnte aber bald zurückkommen. Zuvor war er stellvertretender Regierungssprecher. Jens Hanefeld übernahm im vergangenen Januar kommissarisch dessen Aufgaben als VW-Cheflobbyist.

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Quelle: cmu.
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