Whatsapp-Nachricht

Vorsicht vor dem Martinelli-Virus?

 - 15:41

Martinelli – so heißen sowohl ein ehemaliger Präsident von Panama als auch eine aggressive Schadsoftware, vor der gerade im Kurznachrichtendienst Whatsapp gewarnt wird. Der eine wurde am Montag wegen Bespitzelungsaktionen und Amtsmissbrauch von Amerika in sein Heimatland ausgeliefert – die andere gibt es gar nicht.

Angeblich verbreitet sich der Virus über einen Videoclip auf dem Smartphone und legt dann binnen Sekunden das Gerät komplett lahm. Diese Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer und wurde schon millionenfach geteilt. Tatsächlich handelt es sich dabei aber um einen harmlosen Kettenbrief, der von Italien oder Spanien aus in ganz Europa Panik verbreitet.

Nervig, aber harmlos

Schon vor Monaten geisterte die Nachricht durch englische, italienische und spanische Whatsapp-Chats und wurde schließlich von der spanischen Polizei als Falschmeldung – in der digitalen Welt als Hoax bezeichnet – enttarnt. Jetzt macht die Geschichte wieder ihre Runde, diesmal in Deutschland, und versetzt Nutzer mit einer gefährlich klingenden Botschaft in Aufregung:

Morgen soll ein Video auf Whats-App kommen, genannt martinelli. Bitte nicht öffnen. Er hackt Dein Telefon und kann nicht mehr repariert werden. Auch WhatsApp Gold Updates nicht anklicken. Kam gerade in den Nachrichten und wird als sehr ernst eingeschätzt. Bitte weiterleiten.

Nach wie vor handelt es sich aber um eine Falschmeldung, man kann die Warnung getrost ignorieren. Weder gibt es den besagten Videoclip noch ein Whatsapp-Gold-Update und den Virus selbst. Kettenbriefe dieser Art tauchen immer wieder bei Whatsapp und anderen Messenger-Diensten auf. Sie sind zwar nervig, aber meistens harmlos. Wer dahinter steckt und was der Absender damit bezwecken möchte, kann in den meisten Fällen nicht ermittelt werden.

Also doch!
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© Reuters, reuters

Zuletzt kursierte ein Kettenbrief durch die Nachrichtendienste, der eine kostenlose Knoppers-Box im Wert von 100 Euro anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Knusperwaffel versprach. Knoppers hatte mit dem Gewinnspiel jedoch nichts zu tun. Hinter dem Kettenbrief steckten Betrüger, die persönliche Daten sammeln wollten. Grundsätzlich ist bei Nachrichten dieser Art also dennoch Vorsicht geboten.

Quelle: jsa.
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