Anzeigen im Internet

Unilever-Manager schimpft mit Google und Facebook

 - 14:39

Der britisch-niederländische Konsumgüterhersteller Unilever droht seinen Werbeetat für digitale Anbieter wie Facebook und Google einzuschränken. Marketing-Chef Keith Weed sagte an diesem Montag während einer Konferenz in Kalifornien, man werde künftig nur noch Reklame machen, wo Kinderschutz gewährleistet sei und keine „Spaltung“ der Gesellschaft vorangetrieben werde.

„Als zuverlässiger Anzeigenkunde will Unilever nicht auf Plattformen Werbung machen, die keinen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten“, sagte der Manager des Herstellers von Dove-Seife und Ben&Jerry’s-Eis. Zudem werde man das Thema geschlechtsspezifische Stereotypen angehen.

Unilever selbst war voriges Jahr stark in die Kritik geraten wegen einer Dove-Werbung auf Facebook, die vielen als rassistisch galt. Das Unternehmen hatte sich daraufhin entschuldigt.

Weed sagte, Konsumenten sei der Mehrwert für Werbekunden weitgehend egal. „Aber es geht sie sehr wohl etwas an, wenn sie ihre Marken sehen, die neben Anzeigen plaziert sind, die Terror finanzieren oder die Ausbeutung von Kindern.“

Quelle: FAZ.NETReuters
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