Kommentar

Augen gegen Google

Von Martin Gropp

Fern ist die Zukunft, auf die der israelische Spezialist für Fahrerassistenzsysteme Mobileye und der amerikanische Chiphersteller Intel nun zusammen hinarbeiten. In dieser Zukunft fahren Autos eigenständig. Ein Fahrer muss nicht mehr eingreifen, wenn etwas schief gehen sollte. Das ist die Vision, für die Mobileye heute die Grundlagen legt, indem es Kameras, Chiptechnik und Algorithmen für einfachere Aufgaben wie das Spurwechseln entwickelt.

Mit dieser Technik beliefert es den deutschen Hersteller Audi, bald auch dessen Muttergesellschaft Volkswagen und den Konkurrenten BMW – sowie 90 Prozent aller ausländischen Wettbewerber. Allein diese Marktposition macht das Unternehmen schon zu einem attraktiven Übernahmeziel, weshalb Intel nun zugegriffen hat.

Es wäre auch vorstellbar gewesen, dass sich einige Autohersteller wie beim Kartendienst Here zusammentun, um Mobileye gemeinsam zu betreiben. Doch bleibt das Unternehmen aus Sicht der Hersteller auch unter dem neuen Eigner ein Spieler, der vor allem einen anderen in Schach hält: den Suchmaschinenkonzern Google und seine Anstrengungen auf dem Gebiet des autonomen Fahrens.

Quelle: F.A.Z.
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