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Kommentar zum Handelsstreit

Nur einer kann Trump noch beeinflussen

Von Julia Löhr, Berlin
 - 18:16

Eines muss man Donald Trump lassen: Er bleibt seiner Linie treu. Schon 1990 klagte der Unternehmer in einem Gespräch mit dem „Playboy“, Länder wie Deutschland und Japan würden die Vereinigten Staaten beharrlich ausnehmen, ihre Produkte subventioniert auf den amerikanischen Markt bringen, sich aber um die Verteidigungsausgaben drücken. Um Milliarden werde das Land so betrogen.

Jetzt, als amerikanischer Präsident, will sich Trump dieses Geld zurückholen, in einem wilden handelspolitischen Zickzackkurs. Auf dem G-7-Gipfel in Kanada verteidigte er erst seine Strafzölle auf Stahl und Aluminium und drohte mit weiteren auf Autos, um wenig später die Abschaffung aller Zölle zu fordern. Kein Wunder, dass die Europäer nur noch genervt die Augen rollen.

Doch sie können noch so sehr versuchen, ihn mit Zahlen vom Gegenteil zu überzeugen: Trump glaubt, dass die Welt die Amerikaner ungerecht behandelt, und dabei wird es bleiben. Die einzige Gruppe, die ihn stoppen kann, ist nicht die G7 und auch nicht die G20, es sind die amerikanischen Wähler. Erst wenn sie aufbegehren, weil die Cola in der Aluminiumdose oder der deutsche Mercedes teurer werden, wird Trump sein Verhalten ändern.

Quelle: F.A.Z.
Julia Löhr
Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
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