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Konjunktur-Kommentar

Wetterleuchten einer neuen Krise

Von Georg Giersberg
 - 11:00

Die Krise ist noch nicht da – aber sie könnte kommen. Erste Anzeichen lassen sich am Konjunkturhimmel erkennen.

Der Aufschwung dauert bereits das neunte Jahr an und stellt in jedem Jahr neue Rekorde auf. In diesem Frühjahr haben die deutschen börsennotierten Unternehmen mit 52,6 Milliarden Euro so hohe Dividenden ausgeschüttet wie nie zuvor. Und das Wachstum hält an – aber es schwächt sich ab.

Seit Jahresbeginn mehren sich die Anzeichen, dass die Zeiten der immer neuen Rekorde vorbei sein könnten. Die politischen Verwerfungen vom Brexit über die Türkei bis hin zu Trumps Handelspolitik wirken sich lähmend auf die Konjunktur aus. Investitionen werden auf Eis gelegt, weil man hier den Brexit oder dort die Auswirkungen Trumpscher Handelspolitik abwarten will.

Selbst China vermag diese Umsatzausfälle in anderen Weltregionen nicht mehr zu kompensieren. Auch dort sinken die Wachstumsraten. In der Summe bedeutet dies, dass die deutschen Ausrüster zwar ihre Umsätze noch steigern, aber viel langsamer als erwartet.

Diese Signale aus den Unternehmen sind kein Grund zur Panik; Deutschland ist nach wie vor auf dem Wachstumspfad. Wohl aber gilt es, die ersten Signale einer Abkühlung nicht zu übersehen und sein Unternehmen wetterfest zu machen. Je früher man Signale erkennt, um so eher und sanfter kann man gegensteuern.

Quelle: F.A.Z.
Georg Giersberg
Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Der Betriebswirt“.
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