Konzern fördert den Nachwuchs

Google wird Partner der TU München

 - 20:00

Der amerikanische Tech-Konzern Alphabet (Google) unterstützt die Erforschung Künstlicher Intelligenz und Robotik in München. Das Unternehmen stellt der Stiftung der Technischen Universität eine Million Euro zur Verfügung – mit dem Geld sollen vor allem Nachwuchswissenschaftler unterstützt werden. Google, das vor allem durch Werbung in seiner Suchmaschine Geld verdient, ist das erste außereuropäische Unternehmen, das ein sogenannter Exzellenzpartner der Universität wird. Zudem werde Google in den nächsten drei Jahren ungefähr 250.000 Euro bereitstellen für eine Gründer-Initiative der TU.

„Automation und Robotik sind wesentliche Elemente der vierten industriellen Revolution, die wir gerade durch den Fortschritt der künstlichen Intelligenz erleben“, sagte der langjährige Google-Vorstandsvorsitzende Eric Schmidt, der mittlerweile noch als technologischer Berater für die Mutter-Holding Alphabet arbeitet, in einer Mitteilung. Und er fügte hinzu: „Das Konzept der Industrie 4.0 wurde hier im Mutterland der Industrie, in Deutschland, entwickelt. Wir freuen uns, dass wir an diesem zentralen Thema im Rahmen unserer Partnerschaft mit der TU München gemeinsam arbeiten können.“ Schmidt selbst hielt am Freitagabend einen Vortrag an der TU.

Wettlauf um Talente

„Die Robotik und die Maschinenintelligenz werden alle Lebensbereiche grundlegend verändern“, sagte Universitätspräsident Wolfgang Herrmann. „Wir glücklich, künftig mit einem der innovativsten und visionärsten Unternehmen zusammenzuarbeiten.“

Google wiederum hat im Jahr 2016 ein Entwicklerzentrum in München eröffnet, in dem mittlerweile eigenen Angaben zufolge mehr als 500 Angestellte arbeiten. Überhaupt expandiert der im Silicon Valley beheimatete Konzern international derzeit stark; neue Forschungsstätten in Kanada, Frankreich und China sind die jüngsten Beispiele. Außerdem beschäftigt Google mittlerweile mehr als 2000 Mitarbeiter in Zürich. Der Standort ist für das Unternehmen auch attraktiv wegen der Nähe zur Technischen Hochschule (ETH).

Hintergrund ist, dass alle bedeutenden Tech-Konzerne – neben Google etwa auch Facebook, Microsoft und Amazon – derzeit händeringend nach Fachleuten gerade für die angesagten Methoden der Künstlichen Intelligenz suchen. Google selbst hat bereits zahlreiche renommierte Wissenschaftler angeworben, zum Beispiel Geoffrey Hinton, Ian Goodfellow, Peter Norvig und Fei-Fei Li.

Der Google-Vorstandsvorsitzende Sundar Pichai hat dem Konzern unter der Devise „AI first“ verordnet, alle Produkte und Prozesse entsprechend zu modernisieren und weiter zu entwickeln. Es geht konkret etwa um die Suchmaschine, den Übersetzungsdienst, die Cloud-Angebote und digitale Assistenten.

Quelle: ala.
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