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Start-up aus Hamburg

Künstliche Intelligenz sucht Hotel

Von Timo Kotowski
 - 17:07
Trivago ist im vergangenen Dezember an die Börse Nasdaq gegangen. Bild: Reuters, FAZ.NET

Wenn ein Softwareprogramm und nicht der Reisende selbst das Hotel aussucht, soll der Urlauber zufriedener heimkehren – was gewöhnungsbedürftig klingt, ist die Überzeugung der Chefetage der Hotelmetasuche Trivago um Gründer Rolf Schrömgens. Deshalb kauft das Düsseldorfer Unternehmen für einen ungenannten Preis nun die Technik des Hamburger Start-ups Tripl, das sich seit der Gründung im Jahr 2015 auf Künstliche Intelligenz spezialisiert hat, um mit Daten über Vorlieben und Hobbies passende Urlaubsunterkünfte zu suchen und zu finden.

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„Tripls Personalisierungs-Technologie ist einzigartig und individuell in ihrem Ansatz. Sie bringt uns einen Schritt näher daran, jeden Reisenden im für ihn idealen Hotel unterzubringen“, ist Trivago-Chef Schrömgens überzeugt.

Tripl nutzt die Informationen, die Nutzer in sozialen Netzwerken wie Facebook hinterlassen, um genauere Empfehlungen zu geben. Dabei fließt ein, welche Unterkünfte andere Facebook-Nutzer mit ähnlichen Interessen gebucht haben, wie zufrieden sie waren, ob das Wetter für geplante Aktivitäten passend und eine Unterkunft erschwinglich ist.

Da ständig neue Buchungen durch die Tripl-Datenbank laufen, soll der entwickelte Algorithmus immer treffsicherer werden. Schon jetzt verspricht Tripl auf der eigenen Internetseite, dass eine Reiseplanung, die einst zwölf Stunden dauerte, mit der Tripl-Technik auf weniger als 30 Minuten verkürzt werden kann, weil sie unpassende Vorschläge aussortiert. Um Urlaubermassen dies zu beweisen, fehlten dem Start-up aber Bekanntheit und Nutzer. Trivago setzte hingegen in der ersten Jahreshälfte mit Hotelsuchen 565 Millionen Euro um. Tripl-Gründer Hendrik Kleinwächter wirkt daran auch künftig mit, er wechselt in das Entwicklerteam von Trivago.

Quelle: FAZ.NET
Timo Kotowski
Redakteur in der Wirtschaft.
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