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Luftfahrt

LTU-Mitarbeiter sollen auf Gehalt verzichten

 - 11:46

Deutschlands zweitgrößter Ferienflieger LTU will jährlich 50 Millionen Mark durch einen Gehaltsverzicht seiner Mitarbeiter einsparen. Diese Entlastung ist Teil eines Maßnahmekatalogs der Geschäftsführung für die Jahre 2002 bis 2004, der derzeit mit den Tarifpartnern besprochen wird. , sagte LTU-Sprecher Marco Dadomo.

Piloten sollen auf zehn Prozent ihres Gehaltes verzichten, beim Kabinen- und Bodenpersonal sehe das Papier Gehaltseinbußen von fünf Prozent vor, sagte LTU-Sprecher Marco Dadomo. Im kommenden Jahr verlangt die Geschäftsleitung außerdem eine Nullrunde bei den Tarifverhandlungen. Im Jahr 2003 sollen die Gehälter lediglich um ein Prozent und im Jahr 2004 um 1,5 Prozent steigen. Zudem werde die Hälfte des 13. Monatsgehalts an die Bedingung geknüpft, dass die Airline in die Gewinnzone fliege. Dies ist für 2003/04 geplant.

Turbulenzen wegen Swissair

Die 2300 LTU-Mitarbeiter haben schon in den Vorjahren einen Beitrag zum Sanierungskonzept geleistet. Der Rückgang des Flugverkehrs nach den Terror-Anschlägen in den USA sowie die Pleite der Swissair, die 49,9 Prozent an der LTU-Airline hält, hätten die Rahmenbedingungen verschlechtert, hieß es. Die Zahlungsfähigkeit des Ferienfliegers sei derzeit aber nicht in Frage gestellt.

Die Regierung in Bern beriet unterdessen über eine milliardenschwere Finanzspritze vom Staat für die schweizerische Fluggesellschaft. Ohne Mithilfe des Bundes und der Schweizer Privatwirtschaft bleibt der LTU-Mutter wohl nur der Konkurs. Der Kanton Zürich, wo Swissair ihren Sitz hat, stellte eine Beteiligung von 300 Millionen Franken (226 Millionen Euro) in Aussicht. Die Swissair braucht rund vier Milliarden Franken.

Finanzspritze notwendig

Der Ferienflieger LTU benötigt nach früheren Aussagen des Managements im kommenden Jahr eine Finanzspritze, wenn der ursprüngliche Sanierungsplan umgesetzt werden soll. Dazu gehört das Umrüsten der Flotte auf neue Airbus-Flugzeuge.

Großaktionär Rewe fordert dem Vernehmen nach eine deutliche Kostensenkung bei der LTU-Airline, insbesondere bei den Pilotengehältern. Der Kölner Lebensmittelhändler hatte zum Jahresende 2000 die LTU-Touristik (Meiers Weltreisen, Jahn Reisen, THR Tours) übernommen und dabei auch 40 Prozent an der LTU-Airline erworben. Der Genossenschaftsverbund Rewe (ITS Reisen, Dertour, Atlas Reisen) baute damit seinen dritten Platz unter den deutschen Touristikanbietern nach TUI und Thomas Cook (C&N) aus. Ob Rewe jene 49,9 Prozent an der LTU-Airline übernimmt, die der Swissair gehören, ist gegenwärtig noch unklar. Die restlichen 10,1 Prozent Anteile an dem Ferienflieger halten Finanzinvestoren.

Quelle: @nal
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