Wilbur Ross

Trumps Handelsminister schimpft mit China, Japan und der EU

 - 16:48

Der amerikanische Handelsminister Wilbur Ross hat der ganzen Welt außer seinem eigenen Land vorgeworfen, unfaire Handelspraktiken anzuwenden. „Wir denken nicht, dass es im globalen Handelssystem zwangsläufig angelegt ist, dass ein Land, die Vereinigten Staaten, in seinem Handelsdefizit die kumulierten Handelsüberschüsse der gesamten übrigen Welt zu absorbieren“, sagte er dem Finanzsender CNBC.

Konkret warf er dabei China, der Europäischen Union und Japan vor, einen protektionistischen Ansatz zu verfolgen. „Die EU, China und Japan sprechen alle über Freihandel und praktizieren Protektionismus“, so Ross weiter und fügte hinzu: „Lassen Sie mich ein Beispiel geben: Autos sind die größte Produktkategorie in unserem Defizit. Unsere Zölle auf Autos betragen 2,5 Prozent, die der EU betragen 10 Prozent und die Chinas 25 Prozent und in einigen Fällen etwas mehr.“ Das sei kein ausgeglichenes „Spielfeld“.

Und er bekräftigte, dass dies zu jenen Dingen gehöre, über welche die Administration gemeinsam mit den Vertretern der anderen Länder neu nachdenken solle. Sein Chef, der amerikanische Präsident Donald Trump, bereist derzeit Asien und äußerte sich in der Vergangenheit mehrfach ähnlich. An diesem Montag erklärte er während seines Aufenthalts in Japan abermals, dass er sich „mehr Reziprozität“ in den Handelsbeziehungen wünsche.

Quelle: ala.
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