Saubere Luft

Lastwagen sollen deutlich weniger CO2 ausstoßen

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Auch für schwere Lastwagen und Busse sollen künftig verbindliche Obergrenzen für den Ausstoß von Kohlendioxid gelten. Das geht aus einem Gesetzesvorschlag der EU-Kommission vor, den mehrere EU-Kommissare am Donnerstag in Brüssel vorgelegt haben. Demnach sollen die CO2-Emissionen von neu zugelassenen schweren Nutzfahrzeugen im Jahr 2025 um durchschnittlich 15 Prozent niedriger sein als im Referenzjahr 2019. Im Jahr 2030 schlägt die EU-Behörde einen Zielwert vor, der um 30 Prozent unter den Emissionen von 2019 liegt.

Klimakommissar Miguel Arias Cañete sagte, alle Hersteller müssten gleichermaßen dazu beitragen, dass die im Pariser Klimaabkommen eingegangenen Verpflichtungen erfüllt würden. Die neuen Standards stellten würden den europäischen Lkw-Herstellern helfen, ihre Weltmarktführerschaft zu „konsolidieren“. Die Zielwerte ließen sich durch Technologien erreichen, die bereits zur Verfügung stünden. Außerdem erschließe der Vorschlag den Betreibern der Lkws – also vor allem vielen mittelständischen Unternehmen – die Möglichkeit, Kraftstoff zu sparen.

Während für Autos schon lange verbindliche Grenzwerte gelten, existiert für Lkws und Busse bisher eine Gesetzeslücke. Das liegt vor allem daran, dass für deren Emissionen schwerer einheitliche Maßstäbe zu finden waren. Von 2019 an werden aber alle europäischen Lkw-Hersteller die Emissionen und den Verbrauch der Trucks nach einem einheitlichen Standard berechnen. Sie müssen diese Informationen bei der Typzulassung auch angeben.

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Die Software dazu wurde in Zusammenarbeit mit der Kommission entwickelt. Diese will diese Angaben als Grundlage für die Überwachung der Emissionen nutzen. Das Europaparlament und die Mitgliedstaaten müssen dem Vorschlag noch zustimmen.

Quelle: wmu.
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