„Daily Stormer“

Internetprovider wirft rechtsextreme Seite raus

 - 11:23
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Nach der rechtsextremen Gewalt in Charlottesville sprach die Seite von „unschuldigen Nazis“, die von „terroristischen Cops“ und „linken Terroristen attackiert“ wurden. Jetzt hat der amerikanische Internetprovider GoDaddy die Betreiber der rechtsextremistischen Internetseite Daily Stormer aufgefordert, sich umgehend einen neuen Anbieter zu suchen.

Auf der Seite sei die Frau verunglimpft worden, die am Rande einer Demonstration weißer Rassisten in Charlottesville getötet wurde, hieß es zur Begründung. Die Internetseite Daily Stormer habe mit dem verunglimpfenden Artikel die Geschäftsbedingungen von GoDaddy verletzt, teilte das Unternehmen am Sonntag über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. GoDaddy wurde 1997 gegründet und hat seinen Sitz im Bundesstaat Arizona. Auf der Welt beschäftigt das Unternehmen 6000 Mitarbeiter.

Eine Frau mit Namen Heather Heyer kam ums Leben, als ein Auto Polizeiangaben zufolge in eine Gruppe von Gegendemonstranten raste. 19 weitere Menschen wurden verletzt, fünf von ihnen schwer. Der Fahrer des Fahrzeugs befindet sich Sicherheitskräften zufolge in Polizeigewahrsam.

Der Daily Stormer ist eine Neonazi-Seite weißer Rassisten. Sie steht in Verbindung mit der rechtsextremistischen Bewegung, die die Kundgebung am Samstag in Charlottesville organisiert hatte. Am Montag wurde sie offenbar von der Anonymous-Bewegung gehackt. „Wir haben die Seite im Namen von Heather Heyer, einem Opfer des weißen nationalistischen Terrors, unter Kontrolle genommen“, ist dort zu lesen.

„Zu lange schon haben der Daily Stormer und Andrew Anglin ihren abscheulichen Hass auf dieser Seite erbrochen. Das wird nicht mehr passieren.“ Andrew Anglin ist der Betreiber der Seite. Die Ereignisse von Charlottesville hätten Anonymous nach langen Monaten der Vorbereitung „alarmiert, sofort zu handeln“. Nach 24 Stunden werde die Seite abgeschaltet.

Auto rast in Menschenmenge
Tote bei Unruhen in Charlottesville
© AP, reuters
Quelle: hade. / Reuters
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