Netzwirtschaft
Finanznöte

Soundcloud reicht das Geld noch bis zum vierten Quartal

© EPA, Reuters

Der Musikdienst Soundcloud steckt anscheinend in prekärer Lage. Vor kurzem hatte das Unternehmen drastische Sparmaßnahmen angekündigt, jetzt gibt es Berichte, dass dem einst gefeierten Start-up das Geld knapp werden könnte. Zwar ist Soundcloud eigenen Angaben zufolge nach den Entlassungen bis zum vierten Quartal durchfinanziert. Bis dahin reichten die liquiden Mittel, sagte ein Sprecher des Berliner Unternehmens. Er wollte sich jedoch nicht dazu äußern, wie die Finanzen danach aussähen.

Zuvor hatte die Internetseite TechCrunch berichtet, dass die jüngsten Sparmaßnahmen Soundcloud gerade einmal genug Luft verschafften, um sich bis zum vierten Quartal zu finanzieren. Soundcloud hatte vor kurzem mitgeteilt, dass 173 Mitarbeiter – rund 40 Prozent der Belegschaft – entlassen und zwei von vier Standorten geschlossen würden, die Büros in San Francisco und London.

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Bei Soundcloud können Nutzer Musik und andere Audiodateien hochladen und sie teilen. Das Unternehmen mit derzeit rund 175 Millionen Nutzern gibt nur wenig Einblick in sein Geschäft. Laut Mitgründer Eric Wahlforss sind die meisten der Nutzer keine zahlenden Abonnenten. Soundcloud konkurriert mit dem Apple Musikdienst und dem schwedischen Musik-Streamingdienst Spotify.

Spotify hatte im vergangenen Jahr Interesse an Soundcloud, jedoch später wegen des geplanten Börsengangs davon wieder Abstand genommen. Laut dem Technologie-Onlineportal Re/Code soll der Kurznachrichtendienst Twitter im vergangenen Juni rund 70 Millionen Dollar in das 2008 gegründete Start-up investiert haben. Dies sei im Rahmen einer 100 Millionen Dollar umfassenden Finanzierungsrunde erfolgt, die Soundcloud mit insgesamt rund 700 Millionen Dollar bewertet habe. Im März 2017 erhielt Soundcloud einen Kredit über weitere 70 Millionen Dollar.

Quelle: Reuters
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