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FAZ plus ArtikelOstdeutschland schwächelt

Wo sind die blühenden Landschaften?

Von Julia Löhr
 - 11:28

Um über die wirtschaftliche Zukunft Ostdeutschlands zu reden, wirkt Leipzig wie der perfekte Ort. Die Stadt boomt, und das schon seit Jahren. Der Hauptbahnhof ist einer der prachtvollsten im ganzen Land, die Innenstadt mit all ihren Altbauten ist kernsaniert. In den Cafés zwischen Gewandhaus, Nikolaikirche und Marktplatz tummeln sich Studenten, Touristen und Alteingesessene. Selbst über den letzten verwilderten Baulücken, die der Stadt bis zuletzt noch den Charme der Unvollendeten gaben, drehen sich inzwischen die Baukräne. Kein Wunder also, dass die Industrie- und Handelskammer Leipzig kürzlich zu einer Tagung mit dem Titel „Unternehmen: wachsen“ lud. In Leipzig klappt das mit dem Wachsen ganz gut.

Was den Leipzigern aber auch bewusst ist: Ihre Stadt ist eine absolute Ausnahmeerscheinung. Betrachtet man die ostdeutschen Bundesländer insgesamt, sieht das Bild um einiges trister aus. Während die Wirtschaft in den westlichen Bundesländern 2017 im Schnitt um 2,4 Prozent wuchs, legte sie im Osten nur um 1,4 Prozent zu. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, das die wirtschaftliche Leistungsstärke zeigt, lag im Westen bei mehr als 40 000 Euro, im Osten bei 27 000 Euro. Die Arbeitslosenquote dort ist in den vergangenen Jahren zwar deutlich gesunken, mit 7,4 Prozent im Jahresschnitt liegt sie aber immer noch mehr als zwei Prozentpunkte über der im Westen. Warum, fragen sich viele, kommt vom deutschen Aufschwung der vergangenen Jahre in Ostdeutschland so wenig an? Und, fast noch wichtiger: Wird sich das überhaupt jemals ändern?

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Quelle: F.A.Z. Woche
Julia Löhr
Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.
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