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Teure Innenstädte

Pendler haben es schwer

 - 11:43

Berufspendler legen immer weitere Wege zurück. Die mittlere Pendlerdistanz von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg von 2000 bis 2014 von 8,7 auf 10,4 Kilometer, ergab eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Das ist ein Zuwachs von 21 Prozent. Ein Grund für die weiteren Wege sind demnach die stark gestiegenen Mieten in Großstädten: Die Beschäftigten wohnen eher in Vororten und müssen zur Arbeit ins Zentrum fahren.

Laut der am Dienstag veröffentlichten Studie geht der Anteil von Pendlern mit Fahrtstrecken bis zehn Kilometer zum Arbeitsplatz zurück – der Anteil der Beschäftigten mit einem Arbeitsweg zwischen zehn und 50 Kilometern steigt hingegen. Ein Grund sei auch, dass vermehrt nicht nur vom Land in die Stadt, sondern auch zwischen städtischen Regionen gependelt werde, heißt es in der IAB-Studie.

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Beschäftigte mit hohem Bildungsabschluss und komplexen Tätigkeiten pendeln laut Studie am weitesten: Haben sie einen Hochschulabschluss, sind es im Mittel 14,5 Kilometer, haben sie keinen Berufsabschluss, sind es 8,8 Kilometer. Die Distanzen sind bei ihnen von 2000 bis 2014 dabei aber deutlich stärker gestiegen.

Männer pendeln weiter

„Offenbar ist auch für Personen mit niedrigerem formalem Bildungsniveau eine höhere regionale Flexibilität erforderlich. Gerade in Großstädten sind die Mieten sehr stark gestiegen, so dass diese Beschäftigten eher in Vororten wohnen und in das Zentrum fahren müssen“, so die Wissenschaftler.

Aus der IAB-Studie geht zudem hervor, dass die Entfernung zum Arbeitsplatz für Männer im Schnitt größer ist als für Frauen. So liegt die mittlere Pendeldistanz von Männern bei 12,5 km, die von Frauen bei 8,8 km. Für Frauen ist die mittlere Pendeldistanz aber stärker gestiegen als für Männer (26 Prozent bzw. 18 Prozent).

Um die Pendelverflechtungen von Metropolen mit ihrem Umland zu veranschaulichen, haben die Forscher drei Beispiele miteinander verglichen: Berlin, München sowie die Rhein-Ruhr-Region um Düsseldorf, Essen und Dortmund. Im Umland von Großstädten wie Berlin und München leben viele Beschäftigte mit langem Weg zur Arbeit. Dagegen sind die Pendeldistanzen in der dicht besiedelten Region um Düsseldorf, Essen und Dortmund deutlich kürzer.

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Jingles am BahnsteigMusik für die Pendlerseele

Quelle: AFP/edp
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