Neue Wachstumszahlen

Starker Export stützt die deutsche Wirtschaft

 - 09:02

Der deutsche Aufschwung hat Ende 2017 leicht an Fahrt verloren. Vor allem wegen anziehender Exporte stieg das Bruttoinlandsprodukt von Oktober bis Dezember um 0,6 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt an diesem Mittwoch mitteilte. Zuvor befragte Ökonomen hatten damit gerechnet.

Im Sommer betrug das Plus 0,7 Prozent. Das nun etwas geringere Wachstum sei aber „nicht der Rede wert“, sagte der Chefökonom vom Bankhaus Lampe, Alexander Krüger. „Der deutsche Wachstumsturbo ist und bleibt eingeschaltet.“

Im Gesamtjahr 2017 legte die Wirtschaftsleistung der größten europäischen Ökonomie um 2,2 Prozent zu, bestätigten die Statistiker ihre Schätzung von Januar. Das ist das kräftigste Wachstum seit dem Jahr 2011.

Mäßige Teuerung

Impulse kamen im Schlussquartal überwiegend aus dem Ausland: „Nach vorläufigen Berechnungen legten die Exporte im vierten Quartal 2017 stark zu“, so die Statistiker. Während der Staat seine Konsumausgaben erhöhte, lag der private Verbrauch in etwa auf dem Niveau des Vorquartals. Unternehmen investierten in Maschinen und Anlagen etwas mehr als zuletzt - in Bauten hingegen etwas weniger.

Das Ifo-Institut erwartet in diesem Jahr ein noch stärkeres Wirtschaftswachstum von 2,6 Prozent. Die Exporteure profitieren vom anziehenden Welthandel, weshalb viele Unternehmen wieder mehr investieren. Auch der private Konsum dürfte angesichts von Rekordbeschäftigung und steigenden Löhnen eine Konjunkturstütze bleiben.

Der Aufschwung mündet bislang nicht in einer starken Inflation. Die Verbraucherpreise stiegen im Januar nur noch um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, nachdem die Teuerungsrate im Dezember noch 1,7 Prozent betragen hatte.

Quelle: ala./Reuters
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