Trianon-Hochhaus

Bundesbank macht sich in Frankfurter Büroturm breit

 - 11:51

Wegen des anstehenden Brexits schauen sich auf dem Frankfurter Immobilienmarkt derzeit einige Banken um. Die Deutsche Bundesbank hat nun Nägel mit Köpfen gemacht. Wie die Nachrichtenagentur „Bloomberg“ berichtet, hat das Institut für zehn Jahre 7000 Quadratmeter an Büroflächen im Trianon-Hochhaus in der Frankfurter Innenstadt gemietet. Ein Sprecher der Bundesbank bestätigte die Meldung.

Die Zentrale der Bundesbank liegt im Norden Frankfurts. Das Gebäude aus den sechziger Jahren soll in den kommenden Jahren grundlegend saniert und erweitert werden. Geprüft wird auch der Bau eines Hochhauses oder mehrerer kleinerer Gebäude auf dem bisherigen Gelände. Für die gut 2000 Beschäftigten am Stammsitz muss bis Ende 2019 ein neuer Arbeitsplatz gefunden werden. Einige dürften nun wohl bald ins Trianon ziehen. Die ersten Bundesbanker sind sie dort allerdings nicht

Das Institut hat schon Mitte 2014 15.500 Quadratmeter im 186 Meter hohen Bürohaus angemietet. Dieser Vertrag wurde um zwei Jahre verlängert, sodass die Bank nun bis 2027 21.000 Quadratmeter auf 16 Etagen zur Verfügung hat. Der Umbau der Zentrale soll vor 2030 beendet sein. Auch im Skyper-Gebäude im Bankenviertel arbeiten Bundesbank-Mitarbeiter. Zwischen den beiden Türmen unterhält die Notenbank sogar einen Shuttle-Service. Neben der Bundesbank sitzen im Trianon auch die Deka und die Investmentgesellschaft Franklin Templeton.

Derweil könnten für ähnliche Flächen bald mehr Interessenten anklopfen als bisher. Im Gespräch mit Bloomberg sagte ein Makler, der Brexit-Effekt sei vergangenes Jahr noch ein mediales Phänomen gewesen. Nun aber prüften Banken Standorte.

So will J.P. Morgen Chase kurzfristig hunderte Angestellte aus London abziehen und auf die Niederlassungen in Frankfurt, Dublin und Luxemburg verteilen. Sind die Brexit-Verhandlungen abgeschlossen und die zukünftigen Bedingungen für die Banken in Großbritannien klar, könnten noch mehr folgen. Die Deutsche Bank spielt ebenfalls bereits mit dem Gedanken 4000 Stellen aus London abzuziehen. Mehr oder weniger konkrete Pläne gibt es auch bei Goldman Sachs, der Citigroup und anderen Großbanken.

Quelle: bfch.
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