Alibaba

Amazons größter Konkurrent investiert 15 Milliarden Dollar in Forschung

 - 12:55

In China ist Alibaba ungefähr das, was Amazon in den Vereinigten Staaten und in Europa ist. Aber der chinesische Internethändler hat große Ambitionen - auch in der westlichen Welt. Jetzt bringt er sich mit einer weiteren Milliardeninvestition gegen den amerikanischen Rivalen Amazon in Stellung. Wie Chinas größter Online-Händler am Mittwoch mitteilte, sollen in den kommenden drei Jahren mehr als 15 Milliarden Dollar in den Aufbau von Forschungszentren fließen.

Geplant seien Standorte in China, den Vereinigten Staaten, Russland, Israel und Singapur. Die Zentren sollen die Entwicklung neuer Technologien in den Sparten Künstliche Intelligenz, Quantencomputer und Finanztechnologie vorantreiben. Damit solle das Wachstum von Alibaba und seinen Partnern angetrieben werden, sagte Technologiechef Jeff Zhang. Die Investitionen würden so mehr als verdoppelt, schrieb der Finanzdienst Bloomberg. So sollen sieben Forschungslabore aufgebaut werden und dafür 100 Wissenschaftler auf der ganzen Welt angeworben werden.

Alibaba treibt zur Zeit vor allem seine Expansion im Ausland voran. Erst vor rund zwei Wochen hatte der Branchenriese angekündigt, innerhalb der kommenden fünf Jahre 15 Milliarden Dollar in ein globales Logistiknetzwerk zu stecken. Zugleich stockte der Konzern seine Beteiligung an einem Zusammenschluss von führenden chinesischen Logistikunternehmen auf.

Seit vergangenem Jahr hat Alibaba zudem rund zwei Milliarden Dollar in den südostasiatischen Online-Händler Lazada investiert, um ein Netzwerk in Südost-Asien aufzubauen. Sein Cloud-Geschäft stärkte Alibaba mit neuen Datenzentren etwa in Europa, den Vereinigten Staaten, Japan und Indien.

Auch die Regierung in Peking hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung von Zukunftstechnologien im Land stärker staatlich zu fördern. Mit der Technologie-Offensive sollen Firmen und Universitäten in der Volksrepublik unterstützt und der Abstand zu westlichen Industriestaaten verringert werden.

Quelle: hade./Reuters
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