Sammelklage in Amerika

Deutsche Bank stimmt Vergleich im Libor-Streit zu

 - 07:45

Die Deutsche Bank, HSBC und die Citigroup wollen eine Sammelklage in den Vereinigten Staaten wegen der Manipulation des Interbanken-Zinssatzes Libor mit einer Millionenzahlung beilegen. Das größte deutsche Finanzinstitut hat zugestimmt, 80 Millionen Dollar zu zahlen, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Unterlagen eines Bundesgerichts in Manhattan hervorgeht.

Die Citigroup zahlt demnach 33,4 Millionen Dollar und die HSBC 18,5 Millionen Dollar. Richterin Naomi Reice Buchwald muss dies noch billigen, damit die Klage von Termingeschäfte-Händlern beigelegt werden kann.

Die Deutsche Bank wie auch die Citigroup waren zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Ein HSBC-Sprecher begrüßte die Lösung.

Vorwurf: Großbanken sollen Libor-Zins künstlich niedrig gehalten haben

Hedgefonds und andere Investoren hatten die Großbanken beschuldigt während der Finanzkrise von 2006 bis mindestens 2010 den Libor-Zins künstlich niedrig gehalten zu haben, um ihre Gewinne nach oben zu treiben.

Vom Libor hängen auf der ganzen Welt direkt und indirekt Transaktionen an den Finanzmärkten im Wert von 450 Billionen Dollar ab. Wegen Manipulationen wurden rund um den Globus schon Strafen in Milliardenhöhe verhängt.

Quelle: Reuters
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