Konjunktur in Deutschland

Haushaltsüberschuss wird größer

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Der deutsche Staat hat 2017 zum vierten Mal in Folge mehr Geld eingenommen als ausgegeben. Der Überschuss betrug 1,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, nach 0,8 Prozent im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt diesen Donnerstag in Berlin mitteilte. Ein wenn auch minimales Defizit hatte der Fiskus zuletzt 2013 verbucht. Der Überschuss von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen lässt sich auf die seit Jahren florierende Konjunktur und die anhaltend niedrigen Zinsen zurückführen.

Die deutsche Wirtschaft hat ihr Wachstumstempo 2017 gesteigert. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte um 2,2 Prozent zu, nach 1,9 Prozent 2016, teilte das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Daten mit. Damit legte Deutschland das stärkste Wachstum seit 2011 hin. Damals musste sich Europas größte Volkswirtschaft allerdings von der tiefen Rezession 2009 infolge der globalen Finanzkrise erholen.

Volkswirte bei Banken und die wichtigsten deutschen Forschungsinstitute hatten zuletzt für 2017 ein Wachstum in der Größenordnung von 2,3 Prozent prognostiziert. Getragen wurde der kräftige Wirtschaftsaufschwung demnach von der Kauflust der Verbraucher, gestiegenen Investitionen vieler Unternehmen und der starken Weltwirtschaft, die die Nachfrage nach „Made in Germany“ ankurbelt. Deutschlands Exporteure steuern 2017 auf das vierte Rekordjahr in Folge zu. In den ersten elf Monaten wurden Maschinen, Autos und andere Waren im Wert von 1,18 Billionen Euro ausgeführt (plus 6,5 Prozent).

Quelle: wolf./dpa
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