Nach der Air-Berlin-Übernahme

Die Lufthansa bietet 1000 neue innerdeutsche Flüge an

 - 07:20

Der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr hat angekündigt, dass Deutschlands größte Fluglinie ab Januar 1000 neue innerdeutsche Flüge pro Monat anbieten wird. Und er könne versprechen, dass mit den Flügen auch wieder stabile Preise kommen, sagte Spohr der „Bild“-Zeitung.

Durch die Insolvenz der Fluggesellschaft Air Berlin war es zu Kapazitätsengpässen gekommen. Auf manchen Routen stiegen die Ticketpreise. Einen Teil der Flotte von Air Berlin - 81 Flugzeuge - übernahm die Lufthansa. 3000 Mitarbeiter sollen künftig für die Lufthansa-Tochtergesellschaft Eurowings fliegen.

Zugleich schließt die Lufthansa auf weitere Übernahme nicht aus, um ihr Geschäft auszubauen. „Weitere Konsolidierungsschritte in Europa werden kommen und wir wollen in diesem Prozess aktiv beteiligt sein", sagte Lufthansa-Finanzvorstand Ulrik Svensson der „Börsen-Zeitung“. Nach seinen Worten beträgt die Liquidität des Konzerns derzeit mehr als sechs Milliarden Euro, allerdings seien davon Mittelabflüsse von 1,5 Milliarden für den Air-Berlin-Deal und 1,6 Milliarden Euro für den Pensionsfonds der Flugbegleiter abzuziehen.

Die Übernahme der Air-Berlin-Teile werde Lufthansa
langfristig helfen, die Kosten zu senken, sagte Svensson weiter. Sowohl die Luftfahrtgesellschaft Walter als auch die österreichische Airline Niki hätten günstige Kostenstrukturen. Außerdem gebe es mit zunehmender Größe Skaleneffekte. Sehr zufrieden sei er mit der Entwicklung der neuen günstigen Plattform Eurowings. Das Unternehmen werde schon in diesem Jahr operativ in den schwarzen Zahlen landen.

Überlegungen, Eurowings mittel- oder langfristig in Teilen abzugeben, etwa durch ein IPO, erteilte Svensson eine Absage: „Wir haben noch viele Pläne mit Eurowings, da wäre es nicht sinnvoll, andere Anteilseigner mit ins Boot zu nehmen." Zu einem möglichen Gebot für die italienische Alitalia sagte der seit 1. Januar amtierende CFO: „Den Analysten habe ich erst einmal empfohlen, einen eventuellen Alitalia-Deal noch nicht in ihre Modelle einzurechnen.“

Quelle: FAZ.NET/Reuters
  Zur Startseite
Ähnliche ThemenAir BerlinDeutsche LufthansaReuters