Netflix-Serie

„Star Trek“ preist Tesla-Gründer Elon Musk

Von Martin Gropp
 - 21:16

Science-Fiction-Autoren bauen ihre Utopien immer auf einer Mischung aus Fakten und Fiktion auf. Die amerikanische „Star-Trek“-Serie macht da keine Ausnahme. Ob in den verschiedenen Fernsehreihen oder in den Filmen – oft beziehen sich die Autoren auf Wissenschaftsgeschichte oder erwähnen namhafte Forscher. So taucht zum Beispiel in „Star Trek: Raumschiff Voyager“ in mehreren Folgen der italienische Universalgelehrte Leonardo da Vinci auf, und der britische Physiker Stephen Hawking spielte sich in einer Episode sogar selbst.

Der neuste Ableger aus dem Star-Trek-Universum, die Serie „Discovery“, zollt nun ebenfalls einer Person der Zeitgeschichte Tribut: Elon Musk, dem Gründer des amerikanischen Elektroautoherstellers Tesla. Musks Name fällt in der neuesten Discovery-Folge, die deutsche Zuschauer seit Anfang dieser Woche über den Videoabrufdienst Netflix anschauen können. „Wie wollen Sie in die Geschichte eingehen?“, fragt dort der Raumschiffkapitän Lorca einen Wissenschaftler, der in einer entscheidenden Szene Angst vor der eigenen Courage hat. Der Spezialist für Antriebe habe die Wahl, in einer Reihe mit Luft- und Raumfahrtpionieren wie den Gebrüdern Wright oder eben Elon Musk genannt zu werden – oder als Hasenfuß zu enden.

Die Anspielung auf den Tesla-Gründer hat einen realen Hintergrund. Musk baut nicht nur elektrisch angetriebene Autos, mit seinem Zweitunternehmen Space X will er bald Menschen zum Mars schicken. Immerhin schaffen es Space-X-Raketen seit fünf Jahren schon zur Internationalen Raumstation ISS, um die Astronauten mit Nachschub zu versorgen. Auch diese Tatsache dürfte die Autoren der neuesten Star-Trek-Folge bewogen haben, ihn zu erwähnen.

In der Fiktion der Fernsehserie fällt die Antwort des Wissenschaftlers auf die Frage seines Kapitäns letztlich klar aus, er fasst neuen Mut. Ob ihn dabei eher die Gebrüder Wright oder Musk bestärkt haben, geht aus der danach folgenden Handlung nicht hervor.

Quelle: F.A.Z.
Martin Gropp - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Martin Gropp
Redakteur in der Wirtschaft.
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