FAZ plus ArtikelSixt-Chef im Porträt

Provokateur vom Dienst

Von Rüdiger Köhn
 - 06:19

Erich Sixt ist am Mittwoch nicht in Karlsruhe gewesen. Das ist auch gut so. Denn eine unbedachte oder gar freche Bemerkung – und die kann bei ihm schnell mal vorkommen –, und er hätte vor den höchsten Richtern Deutschlands seine Erfolgschance verschlechtert. So aber hat der Haupteigentümer und Vorstandsvorsitzende des größten deutschen Autovermieters gleichen Namens plötzlich vor dem Bundesverfassungsgericht gar nicht mal so schlechte Karten. Neben drei Privatpersonen hat auch der 73 Jahre alte Doyen der Mietwagenverleiher mit ausgeprägtem Sinn für Gerechtigkeit gegen den 2013 neu festgesetzten Rundfunkbeitrag der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten geklagt.

Sixt hätte sich am ersten Tag der bis diesen Donnerstag laufenden Verhandlungen vor dem Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichtes indes wohl gefühlt. Denn was Ferdinand Kirchhof als Vorsitzender des Ersten Senats da von sich gab, war durchaus in seinem Sinne. Der Beitrag, sagte Kirchhof, werfe „Probleme einer gleichheitsgerechten Belastung auf“; wenn für private Fahrzeuge kein Beitrag erhoben werde, für Dienst- und Mietwagen aber schon; wenn mit einem Beitrag je Wohnung alle darin lebenden Personen entlastet würden.

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Quelle: F.A.Z.
Rüdiger Köhn
Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.
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