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EU-Kommission plant Quote für Elektroautos

Von Hendrik Kafsack, Brüssel
 - 16:55

Mindestens 15 Prozent aller Neuwagen in Europa sollen im Jahr 2030 mit einem Elektromotor oder anderen emissionsfreien Motoren ausgestattet sein. Dazu will die Europäische Kommission die Automobilhersteller nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verpflichten. Unabhängig davon sollen die Hersteller den CO2-Ausstoß zwischen 2021 und 2030 um ein Drittel verringern.

Momentan gilt für sie die Vorgabe, den CO2-Ausstoß bis 2021 im Durchschnitt auf 95 Gramm je Kilometer zu senken. Konkrete Vorschläge für die Elektroquote will die Kommission Anfang November vorlegen. Im Sommer hatte die Behörde noch dementiert, dass sie an Plänen für eine Elektroquote arbeite.

Mit der Quote für Elektrofahrzeuge und anderen emissionsfreie Fahrzeuge wolle sie ein klares Signal an den Markt senden, begründet die Kommission ihren Vorstoß nach dem Bericht der F.A.Z. Dabei gehe es nicht nur um die Autoindustrie, sondern auch um die Zulieferbranche, allen voran die an der Entwicklung der für die Elektroautos nötigen Batterien beteiligten Unternehmen.

Ein generelles Reduktionsziel von 30 Prozent für die Automobilbranche reiche dafür nicht aus. Die geplante Quote soll für jeden einzelnen Hersteller gelten. Sie soll nicht handelbar sein. Die Autohersteller könnten sich damit nicht von ihren Verpflichtungen „freikaufen“, etwa indem sie mit Unternehmen wie dem Elektroautohersteller Tesla kooperieren.

Der bisherige Grenzwert von 95 Gramm je Kilometer entspricht einem Verbrauch von rund 4 Litern auf 100 Kilometern. Schon dieser Grenzwert stellt die Branche vor Schwierigkeiten, nicht zuletzt weil im Zuge der Dieselaffäre der Verkauf von CO2-emssionsärmeren Dieselfahrzeugen zurückgegangen ist. Im Zuge der Dieselaffäre war der Druck auf die Kommission gewachsen, den Ausbau der Elektromobilität durch die Einführung einer Quote zu fördern. Einen ähnlichen Weg gehen der amerikanische Bundesstaat Kalifornien und China.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenporträt / Hendrick Kafsack
Hendrik Kafsack
Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.
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