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Früherer Drogeriemarkt-Chef

Jetzt spricht Schleckers Wirtschaftsprüfer

© dpa, ala./Reuters

Im Strafprozess gegen den früheren Drogeriemarkt-Betreiber Anton Schlecker hat einer der mitangeklagten Wirtschaftsprüfer den Vorwurf zurückgewiesen, er habe Bilanzfälschung gedeckt. Die über ein Darlehen finanzierte Privateinlage von Schlecker im Jahr 2009 sei zu Recht als Eigenkapital ausgewiesen worden, erklärte der Mitarbeiter der Prüfungsgesellschaft EY (Ernst & Young) an diesem Montag vor Gericht.

Schlecker hatte damals einen Kredit in Höhe von rund 50 Millionen Euro von der Schlecker LDG, der Logistikfirma seiner Kinder Lars und Meike, in das laut Anklage schon im Jahr 2009 zahlungsunfähige Unternehmen als Einlage verbucht um Verluste auszugleichen. Nach Darstellung des Prüfers war das bilanz-rechtlich korrekt.

„Wir gingen davon aus, dass er zurückzahlt“

Der 72 Jahre alte Schlecker steht wegen Insolvenzverschleppung und vorsätzlichem Bankrott vor Gericht. Zwei Wirtschaftsprüfer von EY sind mitangeklagt. Sie sollen falsche Bilanzen testiert haben.

Nach Überzeugung der Anklage war das Unternehmen bereits im Jahr 2009 zahlungsunfähig. Die Insolvenz wurde aber erst Anfang des Jahres 2012 angemeldet.

Schlecker habe zu diesem Zeitpunkt weder nennenswertes Vermögen gehabt, um die seit Jahren angefallenen Verluste auszugleichen, noch Aussicht auf Kredite. Für den Wirtschaftsprüfer war das nach eigener Darstellung nicht ersichtlich.

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Die Bilanzprüfung habe sich auf das Unternehmen Anton Schlecker beschränkt, das Privatvermögen sei außen vor geblieben. „Wir gingen uneingeschränkt davon aus, dass Herr Schlecker das Darlehen aus Privatvermögen zurückzahlen kann“, sagte der Prüfer.

Quelle: ala./Reuters
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