Kitty Hawk

Google-Gründer Page zeigt elektrisches Lufttaxi

 - 16:08

Als die CSU-Politikerin und designierte Staatsministerin für Digitales Dorothee Bär zuletzt von „Flugtaxis“ sprach, die künftig im deutschen Luftraum unterwegs sein könnten, stieß sie teilweise auf Spott. In Neuseeland sollen in drei Jahren solche Fluggeräte unterwegs sein. Eine von Google-Mitgründer Larry Page finanzierte Firma will dort einen Flugdienst mit Lufttaxis aus eigener Entwicklung starten. Die kleinen elektrischen Maschinen für zwei Personen können senkrecht starten und dann wie ein Flugzeug fliegen. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch die deutsche Firma Lilium, die ein Elektroflugzeug für fünf Personen entwickelt.

Andere Anbieter wie die Daimler-Beteiligung Volocopter aus Deutschland oder Ehang aus China setzen eher auf eine Art Riesendrohnen. Nach einer Reihe von Geheimflügen auf der Südinsel des Pazifikstaats wurde es am Dienstag in Wellington der Öffentlichkeit gezeigt. Das von Page privat finanzierte Flugprojekt wird von Sebastian Thrun geleitet – einem aus Deutschland stammenden Wissenschaftler, der einst Googles Roboterwagen-Programm mitbegründete.

Lesen Sie hier ein Interview mit Sebastian Thrun.

Der Unternehmensname Kitty Hawk lehnt sich an die amerikanische Kleinstadt an der Küste North Carolinas an, wo die Brüder Wright Anfang des 20. Jahrhunderts ihre ersten motorisierten Flüge unternahmen. In Neuseeland ist die Firma unter dem Namen Zephyr Airworks aktiv. Bisher sickerten aber nur Videos von einem Prototypen durch, der nichts mit der nun vorgestellten Maschine mit dem Namen Cora gemeinsam hat.

Cora soll autonom fliegen. Das Flugzeug hat zwölf Elektromotoren und soll mit einer Höchstgeschwindigkeit von 177 Kilometern pro Stunde bis zu 100 Kilometer weit fliegen können. Die Pläne von Lilium sind ambitionierter: Deren Flugzeug soll mit seinen 36 Motoren in einer Stunde bis zu 300 Kilometer zurücklegen können.

Quelle: hade./dpa
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