Kraftwerkssparte

Weiter Unklarheit über Stellenabbau bei Siemens

 - 08:08

Beim Technologiekonzern Siemens gibt es vorerst weiter keine Klarheit zu dem befürchteten Stellenabbau und Werksschließungen in der Kraftwerkssparte. Für das neue Geschäftsjahr kündigte Siemens-Chef Joe Kaeser am Donnerstag in München an, dass „sehr viel Arbeit“ vor Siemens liege. „Wir werden unsere Chancen im Markt nutzen und Herausforderungen umsichtig, verantwortungsvoll und konsequent angehen.“

Den drohenden Stellenabbau wolle Siemens zumindest teilweise mit Neueinstellungen in anderen Konzernsparten kompensieren. Im neuen Geschäftsjahr werde es weltweit 30.000 bis 33.000 neue Einstellungen geben, davon etwa 4000 bis 5000 in Deutschland, sagte Konzernchef Joe Kaeser am Donnerstag im Fernsehsender n-tv. Mit einer „konstruktiven und lösungsorientierten“ Haltung gehe er davon aus, dass „viele“ Mitarbeiter aus der Kraftwerkssparte konzernintern übernommen werden können.

Kaeser sagte, dies könne etwa durch Fortbildungen gelingen. In einem wachsenden, aufstrebenden Unternehmen gebe es viele Möglichkeiten. Zu den konkreten Einschnitten der kriselnden Sparte äußerte sich der Siemens-Chef nicht, es wird erwartet, dass nach einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses am 16. November Entscheidungen bekannt gegeben werden.

Gute Ergebnisse für abgelaufenes Geschäftsjahr

Im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres sank nach den von Siemens veröffentlichten Zahlen der Umsatz um 20 Prozent, der Gewinn brach sogar um 40 Prozent ein. Für das gesamte abgelaufene Geschäftsjahr meldete Siemens dennoch „hervorragende Ergebnisse“, diese lägen sogar über dem historischen Ergebnis des vorherigen Jahres. So stieg der Gewinn nach Steuern von knapp 5,6 Milliarden Euro auf fast 6,2 Milliarden Euro an.

Für das neue Geschäftsjahr 2017/2018 kündigte Siemens ein leichtes Umsatzplus an und auch einen etwas höheren Gewinn - allerdings wies der Konzern darauf hin, dass in dieser Prognose die Aufwendungen für einen möglichen Stellenabbau noch nicht berücksichtigt sind.

Quelle: AFP
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