Spielzeugbranche

Hasbro will Rivalen Mattel kaufen

 - 03:18

Der amerikanische Spielzeughersteller Hasbro hat einem Zeitungsbericht zufolge ein Übernahmeangebot für den großen Konkurrenten Mattel abgegeben. Die Offerte sei kürzlich unterbreitet worden, schreibt die Zeitung „Wall Street Journal“ am Freitag nach amerikanischem Börsenschluss unter Berufung auf eingeweihte Kreise in seiner Online-Ausgabe. Ob die Avancen Chancen auf Erfolg haben, blieb zunächst unklar.

Auch zu Details eines möglichen Deals gab es vorerst keine Angaben. Die Unternehmen selbst äußerten sich nicht. Spekulationen über eine Fusion der beiden mit Abstand größten amerikanischen Spielzeughersteller hatte es bereits in der Vergangenheit gegeben. Ende 2015 waren laut Medien schon einmal die Chancen für eine Verschmelzung ausgelotet worden.

Ein Zusammenschluss würde Mattels Traditionsmarken von Barbie über Hot Wheels bis hin zu Fisher Price und Matchbox mit Hasbros Klassikern wie Transformers, Monopoly oder Furby und darüber hinaus die Actionfiguren von Marvel und „Star Wars“ unter ein Dach bringen.

Beide Unternehmen hadern mit der Konkurrenz aus dem Internet und dem Trend, dass viele Kinder traditionelle Spielzeuge in der Ecke liegen lassen und elektronischen Medien den Vorzug geben. Diese Entwicklung trug auch zur Pleite des Spielwarenfachhändlers Toys’R’Us im September bei, die wiederum bei Mattel zu einem Umsatzrückgang führte.

Während die Geschäfte bei Hasbro zuletzt gut liefen, tut Mattel sich schwer - der Börsenwert des Konzerns ist mit rund fünf Milliarden Dollar mittlerweile auf weniger als die Hälfte des großen Rivalen zusammengeschmolzen.

Bei Anlegern sorgte der Bericht für große Aufregung - die Aktien von Mattel schossen nachbörslich um über 20 Prozent in die Höhe. Hasbros Papiere legten um gut drei Prozent zu. Im bisherigen Jahresverlauf hat Hasbro an der Börse ein Kursplus von rund 18 Prozent verbucht, während es für Mattel um kräftige 47 Prozent nach unten ging.

Quelle: rad./dpa
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